Was Sie beim Umstieg auf ein anderes OS beachten sollten....

Windows 8, Windows 7, Vista, XP, Software / Hardware

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Gast

Was Sie beim Umstieg auf ein anderes OS beachten sollten....

Beitrag von Gast » 21 Jun 2002 - 16:35

Aaaargh!

Ich besorgte mir Windows2000, mehr RAM, noch ne Platte, gurkte im Web rum um mich mit Treibern zu versorgen, installierte nen halben Tag, hüdelte rum wie wild, um dann festzustellen, daß die Win2000-Treiber für meine Prodif Plus gar nicht DirectSound- und GSIF - fähig sind....

O-Ton Marian (e-mail):

"wirtschaftliche gruende, die in der insolvenz von sek´d begruendet sind
ermoeglichen es uns nicht, terminaussagen zur veroeffentlichung von
treiberupdates (xp, wdm, gsif unter windows 2000/xp) zu machen.
trotzdem fuehlen wir uns den benutzern dieser karten gegenueber verpflichtet und tun unser bestes, um auch in zukunft treiber fuer die
windows-betriebssysteme bereitzustellen, ohne dabei aber irgendeine
rechtsnachfolge fuer sek´d anzutreten!"


Und nun ? Warten und wieder über Win98 ärgern ? Andere Karte ?

Grunz!

:arrow: Warnung an alle, die einen OS-Wechsel planen : Vorher ganz genau gucken, was die Treiber können :!:

Schluchz Heul Wein,

Jens
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Beitrag von urban noise » 22 Jun 2002 - 12:52

Mal ganz im Ernst:

Über Win 98 brauch man sich als Musik System nun überhaupt nicht ärgern. Das funzt genauso reibungslos wie ein Rechner mit einer xp Installation.

Von Windows 2000 würde ich aufgrund der mangelhaften IRQ Steuerung mit installiertem ACPI eher abraten. Die Softwareunterstützung ist übrigens auch unter Win98 nachwievor am größten. Es sei den, du möchtest Cubase SX nutzen :-)

Wenn das nicht der Fall ist, wirst du auch durch ein Betriebssystemupgrade in den seltensten Fällen eine Problemlösung herbeiführen, den meist werden Probleme durch eine falsche Systemkonfiguration, Treiber- oder Hardware-Konflikte verursacht.

Übrigens sollte man auf keinen Fall ein Upgrade von Win98 auf w2k/xp installieren, sondern auf jeden Fall eine Neuinstallation machen, da sonst alte Treiber usw. der Win98 Installation als Müll im System vorhanden sind.

Wenn man zusätzlich nicht den allerschnellsten Rechner nutzt, ist Win98 performanceseitig durchaus im Vorteil.

Vieleicht solltest du noch einmal an einer guten Win98 Konfig arbeiten, wenn du nicht die Audiokarte wechseln willst.

Ciao, Jens
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Jens
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Beitrag von Jens » 23 Jun 2002 - 23:57

Hi Jens,

Das ist es ja: die Win98 Konfig. Denn :

Ich nutze auf meinem Rechner nicht nur ausschließlich Musik-Software, sondern auch noch Web-Design, damit verbundene Server-Software, ftp-Tools und BüroKram und was weiß ich nicht noch alles. Wie oft habe ich mich z.B. über das Shut-down-Problem geärgert ( Rechner fährt nicht sauber runter ) und ergebnislos diverse Microsoft-updates durchgeführt. Und und und...

Klar: Wenn man erstmal eine stabil laufende Konfiguration gefunden hat und die Maschine mit wenigen Anwendungen - und nur mit diesen - stabil läuft, dann ist einem das OS egal - Hauptsache es funzt.

Wenn man aber so wie ich häufig installiert und wieder deinstalliert, mal diese oder jene Anwendung nutzt, Netzwerk- und Internetanbindung haben will usw usw etc etc, dann ist meiner Meinung nach Win98 überfordert...und so kam der Wunsch nach einem OS zustande, daß z.B. bei einer "kritischen" Anwendung nicht gleich ganz den Geist aufgibt sondern ohne Re-Boot weiter stabil läuft und man die nächste Anwendung testen kann...
Also eigentlich wollt ich nur ein stabileres OS und dachte mir, klasse, dann laufen auch Deine Anwendungen sauberer...

Im Übrigen ist der Vorteil bei w2k der ständige Update durch die Service-Packs - bei Win98 gabs noch mal die Second Edition und das wars. W2k wird ständig gepflegt. Und allein das SP2 tauscht an die 100MB aus der ursprünglichen w2k-Installation aus....

Wie auch immer, ich hätte mir erhofft, daß die Hardware-Leute auf NT-basierte Systeme schneller reagieren würden - und wurde enttäuscht. Win98 ist nichts anderes als DOS 7.0 oder so, und damit nix für die Zukunft. Es würde mich nicht wundern, wenn es bei der nächsten Logic-Version hieße "W2k or NT5.0 recommended".

Dem Argument mit der Softwareunterstützung unter Win98 würde ich begegnen wollen mit der Verläßlichkeit und der Absturz-Sicherheit eines OS und der ohnehin schon teuren Hardware, die wir so nutzen:
Wenn man schon die teuerste Hardware - was Audio angeht - nutzt, ja dann könnte man doch eigentlich erwarten, daß man auch den "teuersten" Support genießt. Und damit auch die neuesten Treiber bekommt. Und zwar unter einem endlich verläßlichen OS. Es hat nicht sollen sein.

Ich habe übrigens nicht upgegradet sondern wohlweislich auf einer neuen Platte eine Neuinstallation vorgenommen, allein schon weil ich die unter Win98 erarbeiteten Ergebnisse nicht in die Tonne kloppen wollte.

Nun gut, es geht ja auch mit win98, aber es ist halt nicht so schön....

Nix für ungut,

Gruß,

Jens
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Beitrag von urban noise » 24 Jun 2002 - 12:12

Hallo Jens,
Jens hat geschrieben: Ich nutze auf meinem Rechner nicht nur ausschließlich Musik-Software, sondern auch noch Web-Design, damit verbundene Server-Software, ftp-Tools und BüroKram und was weiß ich nicht noch alles.
Da sage ich nur: Multibootsystem.
Jens hat geschrieben:Wie oft habe ich mich z.B. über das Shut-down-Problem geärgert ( Rechner fährt nicht sauber runter ) und ergebnislos diverse Microsoft-updates durchgeführt. Und und und...
Das ist übrigens auch so, wenn du w2k oder xp ohne ACPI installierst.
Jens hat geschrieben:Klar: Wenn man erstmal eine stabil laufende Konfiguration gefunden hat und die Maschine mit wenigen Anwendungen - und nur mit diesen - stabil läuft, dann ist einem das OS egal - Hauptsache es funzt.
eben :-)
Jens hat geschrieben:Wenn man aber so wie ich häufig installiert und wieder deinstalliert, mal diese oder jene Anwendung nutzt, Netzwerk- und Internetanbindung haben will usw usw etc etc, dann ist meiner Meinung nach Win98 überfordert
Dann machst du meiner Meinung nach etwas falsch :-). Wenn du solch eine Umgebung nutzen möchtest, solltest du dir überlegen, mit Imaging-Software wie Powerquests "Drive Image" oder "Ghost" zu arbeiten.

In einem Multibootsystem könntest du dir 3 Systeme einrichten:

Musik
Office/Netz/Grafik
Testsystem

Dann hast du tatsächlich eigentlich kein Problem mehr. Zumal du dann auch nur für die Musik w98 installieren könntest.
Jens hat geschrieben:...und so kam der Wunsch nach einem OS zustande, daß z.B. bei einer "kritischen" Anwendung nicht gleich ganz den Geist aufgibt sondern ohne Re-Boot weiter stabil läuft und man die nächste Anwendung testen kann...
Also eigentlich wollt ich nur ein stabileres OS und dachte mir, klasse, dann laufen auch Deine Anwendungen sauberer...
Auch das halte ich für ein Gerücht, nachdem ich nun schon längere Zeit u. a. xp und w2k als Musiksystem nutze bzw. teste. Die Anwendungen laufen auch hier nur gut, wenn sie entsprechend programmiert sind. Bei Programmabsturz kann man auch unter xp und w2k schön bluescreens mit Totalcrash erzeugen.
Jens hat geschrieben:Im Übrigen ist der Vorteil bei w2k der ständige Update durch die Service-Packs - bei Win98 gabs noch mal die Second Edition und das wars....
Das ist aber auch streßfrei als Musiksystem lauffähig. Das solltest du nicht als Manko begreifen.
Jens hat geschrieben:Win98 ist nichts anderes als DOS 7.0 oder so, und damit nix für die Zukunft. Es würde mich nicht wundern, wenn es bei der nächsten Logic-Version hieße "W2k or NT5.0 recommended".....
Das ist schon möglich und auch nicht unsinnig. Auch hat ein moderneres Betriebssystem durchaus auch Vorteile. Aber xp hat auch viele nervige Mechanismen. Es geht ja im Moment für dich darum, Marian Karte weiternutzen oder nicht....und da kann ich dir versichern, daß man mit der richtigen Konfig mit w98 ein hervoragendes Musiksystem nutzen kann. Es ist auch auf dem PC nicht so, das es immer gleich das neueste sein muß. Da geht man den Marketingargumenten der OS Hersteller ordentlich auf den Leim. Mac User machen das seit jeher nicht so exzessiv wie PC User. Wenn was läuft, dann ist es erst mal gut...klar, bei dir lief es anscheinend ersteinmal nicht ordentlich :(
Jens hat geschrieben:Dem Argument mit der Softwareunterstützung unter Win98 würde ich begegnen wollen mit der Verläßlichkeit und der Absturz-Sicherheit eines OS und der ohnehin schon teuren Hardware, die wir so nutzen:
Wenn man schon die teuerste Hardware - was Audio angeht - nutzt, ja dann könnte man doch eigentlich erwarten, daß man auch den "teuersten" Support genießt. Und damit auch die neuesten Treiber bekommt. Und zwar unter einem endlich verläßlichen OS. Es hat nicht sollen sein....
Wie gesagt, win98 IST ein verlässliches OS. Was du hier formulierst, lässt mich ahnen, daß du noch gar nicht mit w2k oder xp und Musik gearbeitet hast.

Ansonsten kannst du natürlich gerne einiges erwarten, das hilft dir aber nicht weiter. Letztlich muß man feststellen, daß der Musikmarkt trotz allem ein Nischenmarkt ist. Und wenn Marian durch die Pleite von SEKD Probleme hat, kann man da eben nicht allzuviel erwarten. Vor allem darf man nicht von den Herstellern im PC Markt eierlegende Wollmilchsäue erwarten. Dazu ist sowohl der Markt zu schnell-lebig als auch die Konkurenz zu groß. Und das unterstützen wir alle, indem wir immer schön das neueste kaufen, und zwar möglichst billig. Denn Support muß natürlich auch irgendwovon bezahlt werden. Du erwartest zwar von Marian xp Treiber, gehtst dabei standhaft Werbestrategien der Hersteller auf den Leim und verweigerst eine Problemlösung unter einem doch gut nutzbaren Musik-fähigen OS zu suchen. Dann mußt du dir halt eine neue Audiohardware kaufen :-).
Jens hat geschrieben:Ich habe übrigens nicht upgegradet sondern wohlweislich auf einer neuen Platte eine Neuinstallation vorgenommen, allein schon weil ich die unter Win98 erarbeiteten Ergebnisse nicht in die Tonne kloppen wollte..
Wieso in die Tonne kloppen??? Du wirst doch wohl nicht deine Daten und Songs auf der gleichen Partition speichern, auf dem du das Betriebssystem installiert hast??? Man sollte immer mindestens 2 Partitionen einrichten, eine für das OS, die andere für Daten. Das muß übrigens auch für das erzeugen von System Images mit entsprechender Software so eingerichtet sein.

Ciao, Jens
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Beitrag von Jens » 26 Jun 2002 - 0:24

Hi Jens,

Stichwort multiboot: in Ermangelung eines Boot-Managers - weil das kostet (Powerquest etc) - "multiboote" ich derzeit übers Bios-Setup; Disk 0 abgemeldet und ich boote win98, nämlich von der "alten" Disk 0 (jetzt also Disk 1), Disk 0 (neu) angemeldet und ich boote w2k. Daher die wohlweisliche Anschaffung einer neuen Disk 0, aber ich brauchte ohnehin mehr Platz - auch wenn ich jetzt unter win98 diesen neuen Platz erstmal nicht nutzen kann (NTFS unter win9x nicht lesbar). Aber das wußte ich ja vorher nicht, denn ich hätte wiegesagt nicht erwartet, daß die Treiberupdates für w2k noch auf sich warten lassen, und war der Hoffnung, win98 komplett in die Tonne treten zu können und nur noch mit w2k weitermachen zu können.

Das mit dem Partionieren ist mir auch klar, aber es soll lt. Nemesys - was auch einleuchtend ist - besser sein, die Samples nicht auf einer extra Partition - etwa auf der Master Disk - , sondern auf einer extra Platte - nämlich Slave ( oder Second IDE, wenn man noch was frei hat ) - zu speichern. Auch das ein Grund - neben dem Platzmangel - für die Anschaffung einer neuer Platte.
Also : OS und Bürogerödel und Grafik usw. auf Disk 0, Samples + Audio auf Disk 1 - egal wie dann die einzelnen Platten auch partitioniert sein mögen. (Die Second-IDE Plätze sind bei mir belegt mit CDRom und CDWriter).

So war es gedacht, hätte mich Sekd respektive Marian nicht so enttäuscht.

Tatsächlich habe ich unter w2k noch nix mit Audio oder Musik gemacht - wie auch, die Treiber gibts ja noch gar nicht - jedenfalls nicht für meinen speziellen Fall mit der Prodif Plus. Aber wenn Du sagst, daß es unter w2k genauso "kritisch" mit blue-screens etc wie unter win98 ist, dann werde ich wohl erstmal mit win98 weitermachen und warten, bis es die Updates gibt - was bleibt mir auch anderes übrig - außer eine andere Soundkarte zu berappen...

Dabei ist es schon komisch, daß sich selbst w2k (NT5!) von Anwendungen so aus dem Groove bringen läßt - ich dachte immer, ein NT-System wäre sicher....

Kleine Anekdote :

Installiere win98 auf einem beliebigem Rechner, mache nichts mit ihm außer ihn hochzufahren, und nach 48 Tagen wird er Dir abstürzen - Du hast nichts angerührt. Dieses Beispiel ist mehrfach nachvollzogen worden. Nicht relevant für User wie uns aber stell Dir vor, Du hättest einen Webserver oder Mailserver oder Netzwerkserver unter win98 laufen...

Noch ne Anekdote :

Wir arbeiten seit ca. 5 Jahren mit einem Hardiskrecorder, der unter Win3.11 läuft - keinesfalls absturzsicher, aber wenn er abstürzt, dann läßt er sich auch ohne zu mucken und zu zurren wieder hochfahren - ich mußte nicht ein einziges mal in den letzten 5 Jahren eine win3.11-Neuinstallation durchziehen, das könnt ich aúch gar nicht, weil ich die Installationsdisketten gar nicht habe....Die brauch ich aber auch nicht solang ich immer ne Disk-Image irgendwo gesichert habe - und auch die hab ich noch nie gebraucht...

Wie oft habe ich aber win98 neu aufhüsern müssen - nur weil irgendeine Anwendung das System gecrasht hat ? Ich dachte, w2k wär gegen sowas immun?

Nun ja, ich warte jetzt bis es die neuen Treiber gibt und lasse mich dann überraschen...

nix für ungut,

Grüsse,

Jens
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