Chor alla Britney & Co?

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Marvin
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Chor alla Britney & Co?

Beitrag von Marvin » 05 Jan 2003 - 17:51

Hi ,

Ich hab mir mal das Booklet von Britney's Hit-Album Oops, I did it again angeschaut.

Dabei stand bei Stronger & Oops I.... bei Backing Vocals nur Britney, Max Martin (Ein Genie :lol: ) und noch ein Frauen Name..

Heisst das, dass der Chor nur aus diesen 3 Stimmen besteht?

Wie bekomm ich so einen ähnlich wirkenden Chor hin?
Reicht dafür der Sänger selbst + Eine Männer+ Eine Frauenvoice?

Z.B: :

Ich hab eine Leadvocal Spur von Britney
+ einmal Max Martin
+ einmal die Frauenstimme
+ einmal Britney selbst

Auf die 3 Spuren setze ich was für FX?
Ausser Delay&Reverb?
Dann sollte ich den Chor noch im PANorma verschieben!

Wie handhabt ihr das?

Wie schaffe ich ein ähnlich wirkendes Chorergebnis?

Danke

Marvin

PS: Das Forum ist WELTKLASSE! :)
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Re: Chor alla Britney & Co?

Beitrag von Tim » 05 Jan 2003 - 18:05

Marvin hat geschrieben:
PS: Das Forum ist WELTKLASSE! :)
Danke :wink:

----------

Du solltest die Stimmen schon doppeln (je nach bedarf auch mehr)

Wenn Du einen guten Sänger hast, laß ihn alles mehrfach einsingen, so wird das ganze breiter.

Dann kannst Du noch die verschiedenen Kopiene mit verschiedenen Plugins bearbeiten.
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Mehrfach?

Beitrag von Marvin » 05 Jan 2003 - 18:23

ICh soll den Sänger alles mehrfach einsingen lassen?

Heisst das die Leadvoice (zum Beispiel die Refrainmelodie) 3-4 mal einsingen zu lassen und dann einmal die richtige Leadvoice+ eine andere Spur zusammen zu machen?
Oder die Leadvoice zu haben +mehrstimmige dazu?

Wie ist das ganze Aufgebaut?

2 Audiospuren Originalleadvoice?
1 Audiospur 2.Stimme
1 Audiospur 3.Stimme
???? :cry:

Beim gleichen Gesang doppeln wird das ganze doch nur lauter oder?

Danke

Marv
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Beitrag von Icebreaker » 05 Jan 2003 - 21:06

Hola,

also normalerweise handhabst du das in etwa so:

1 Spur Lead Vocals
_____ Dopplungen _____
x mal Original Stimme
x mal zweite Stimme
x mal dritte Stimme

usw.

wie oft du was doppelst hängt davon ab, wie´s am Ende klingen soll.
du legst bei den Dopplungen jeweils eine Stimme links und die nächste rechts. Das hat nicht den Sinn, dass es lauter wird, sondern dass es breiter wird (und Max Martin freut sich, dass er auch auf der Single drauf ist).

Greetz,
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panik
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Beitrag von panik » 05 Jan 2003 - 23:41

So als Anhaltspunkt:

Die meisten "großen" Popproduktionen haben ca so viele "Chorspuren" wie Instrumentaltracks...
Mariah Carey hatte zum Beispiel von 48 Spuren 8 mit dem Instrumental belegt, der Rest war voll mit Vocals (Lead / Dopplungen / Chöre / Adlibs)
Die Instrumentalspuren waren von einer 2ten Maschine zusammengefahren :-)

n
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Beitrag von Chris T. » 05 Jan 2003 - 23:41

Erzählt uns doch noch mehr über technische Tricks und Equipment, die solche Britney & Co Produktionen ausmachen. Ist vielleicht nicht unbedingt meine Musikrichtung, aber die Produktionen sind wirklich beeindruckend.
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Beitrag von geminy » 06 Jan 2003 - 1:17

dopplungen sind mit vorsicht zu genießen und nur von ordentlichen sängern hinzukriegen - dopplungen (oder auch "vierlungen"?? :wink: )
können ganz schön in die hose gehen wenn der sänger das nicht drauf hat und wirklich sein eigenes zeug singen kann - schon wenn du was nachsingen sollst was dir ein anderer (Produzent) vorgibt ist das schwer zu doppeln, oder wenn du nicht voll hinter der melodie als sänger stehst.

man kann allerdings hierfür auch einen exicter benutzen oder pitch ... die machen nichts anderes als schwingung reinbringen.

dopplung wird nie 100%ig klappen, da mann immer etwas anders toniert und betont - das macht allerdings die dopplung aus - ich bin persönlich gegen so ne sachen, da ein sänger pur genug druck und ausdruck haben sollte - kommt aber wie oben schon beschrieben auf die art der produktion an - oder man benutzt es im refrain, bridge o.ä. - da macht es wieder sinn für mich.

und wenn mariah carey 40 spuren gesang haben soll ( was ich bezweifle) muss das nichts heißen ! wenn sie das nötig hat ist sie ne wurst in meinen augen. ich bin selber sänger und kenne ne menge anderer vocalartisten die solo besser klingen als wenn 5 dopplungen im hintergrund laufen die alles nur breiig machen und spuren vollscheißen.

breiter klingen kann man auch wenn man vorher 3 gläser schnaps getrunken hat :lol:

ihr könnt machen was ihr wollt - 1 spur guter gesang, 3 spuren chor ein gutes playback und alles wird gut.

hits wurden noch nie über die anzahl der besungenen spuren gemacht...

amen!
Chris T.
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Beitrag von Chris T. » 06 Jan 2003 - 1:24

Du hast voll meine Unterstützung
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Beitrag von Icebreaker » 06 Jan 2003 - 1:31

Naja geminy, das ist aber ein bisschen schwarz/weiss gemalt. Dass du dich da als Sänger rechtfertigen willst, mag ja okay sein. Nichtsdestrotrotz sagt das Doppeln/vierfachen/achtfachen nichts über die Qualität eines Sängers / einer Sängerin aus. Bestimmte Sachen klingen halt nur so, weil sie so und so aufgenommen wurden. Und wenn man halt n Britney Chor machen will, dann führt da kein Weg dran vorbei, auch wenn deine Stimme gut ist. Auch die 40 Spuren Gesang, die du bei der Frau Carey anzweifelst, sind in solchen Produktionen keine Besonderheit.
hits wurden noch nie über die anzahl der besungenen spuren gemacht...
Selbiges trägt aber oft zu Hitproduktionen bei.

ICE
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Beitrag von Corelli » 06 Jan 2003 - 1:55

Einen guten Chor kriegt man hin, indem man einem guten Chor nimmt. Wer stattdessen drei schlechte Sänger und viel Technik nehmen will, findet sicher auch eine von vielen Lösungen, aber die daueren viel länger und sind daher im Endeffekt manchmal sogar teurer.
Es soll auch Leute geben die sich nicht ganz wohl dabei fühlen, wenn sie die Hörer verarschen.
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Wir reden doch von prof. internationalen Produktionen, oder?

Beitrag von panik » 06 Jan 2003 - 2:24

Zitate von Gemini:
dopplungen sind mit vorsicht zu genießen und nur von ordentlichen sängern hinzukriegen - dopplungen (oder auch "vierlungen"??)
können ganz schön in die hose gehen wenn der sänger das nicht drauf hat und wirklich sein eigenes zeug singen kann - schon wenn du was nachsingen sollst was dir ein anderer (Produzent) vorgibt ist das schwer zu doppeln, oder wenn du nicht voll hinter der melodie als sänger stehst.
Also bitte!, wenn ein Sänger nicht zweimal dasselbe singen kann, dann lohnt es wohl kaum zu versuchen, eine Hitsingle mit ihm/ihr zu produzieren.
Und wenn ein Sänger nicht hinter der Melodie steht, sollte er/sie trotzdem in der Lage sein, sowas hinzukriegen.

Heutzutage können das leider immer weniger "Stars"

- Ausnahmen bestätigen die Regel!
man kann allerdings hierfür auch einen exicter benutzen oder pitch ... die machen nichts anderes als schwingung reinbringen.
Klar - Fix it in the Mix....mit 'nem Exciter wirst Du da aber kaum fette Chöre hinbekommen;-)
dopplung wird nie 100%ig klappen, da mann immer etwas anders INtoniert und betont - das macht allerdings die dopplung aus -
Du sagst es!
und wenn mariah carey 40 spuren gesang haben soll ( was ich bezweifle) muss das nichts heißen ! wenn sie das nötig hat ist sie ne wurst in meinen augen.
Dann ist Michael Jackson wohl eine Dauerwurst???
Es geht hier nicht um nötig haben, sondern darum, einen bestimmten Effekt zu erzielen
ich bin persönlich gegen so ne sachen, da ein sänger pur genug druck und ausdruck haben sollte - kommt aber wie oben schon beschrieben auf die art der produktion an - oder man benutzt es im refrain, bridge o.ä. - da macht es wieder sinn für mich.
ich bin selber sänger und kenne ne menge anderer vocalartisten die solo besser klingen als wenn 5 dopplungen im hintergrund laufen die alles nur breiig machen und spuren vollscheißen.
Natürlich wird man bei einer Ballade mit Akugitarre keine 20 Tracks mit Vocals zuscheißen...es geht übrigens nicht um Dopplungen der Leadvocal - davon gibt es maximal 2, sondern um die Chöre/Harmonies und Adlibs.
Und breiig wird sowas nur, wenn Du zuviel FX drauftun mußt...
ihr könnt machen was ihr wollt - 1 spur guter gesang, 3 spuren chor ein gutes playback und alles wird gut.
Erzähl das mal Max M.
hits wurden noch nie über die anzahl der besungenen spuren gemacht...
amen!
Hey Gemini, wenn Du mir zeigst, wie die Backstreetboys (auch Max M.) mit 8 Tracks an Vocals auskommen sollen, bin ich sehr gespannt, wie Du das hinkriegen willst.

Weiß jemand, wieviel Spuren Wonderwall für "Just more" benutzt haben?

1mal auf Rechtsschreibunk editiert...
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Beitrag von Icebreaker » 06 Jan 2003 - 2:32

Also irgendwie glaub ich, die Diskussion gerät hier in eine falsche Richtung. Das hier ist ein Forum, in dem über Produktionsmethoden diskutiert wird. Und wenn jemand einen bestimmten Sound hinbekommen will, dann ist es doch legitim ihm zu erzählen, wie er das machen kann. Die Bewertung, ob der Sound, der dabei rauskommt, nun gut oder schlecht ist, ist ja schon fast ne Grundsatzdiskussion. Aber der Erfolg der hier diskutierten Menschen gibt ihnen wohl irgendwo recht. Ich finde
Corelli hat geschrieben:Einen guten Chor kriegt man hin, indem man einem guten Chor nimmt. Wer stattdessen drei schlechte Sänger und viel Technik nehmen will, findet sicher auch eine von vielen Lösungen, aber die daueren viel länger und sind daher im Endeffekt manchmal sogar teurer.
1) wirst du mit den Fischerchören, den Kölner Domspatzen und selbst den Harlem Gospelsingers keinen Britney Spears Chor bekommen.
2) wer hat behauptet, dass 3 Sänger, die den Chor aufnehmen, schlecht sein müssen ?

Corelli hat geschrieben:Es soll auch Leute geben die sich nicht ganz wohl dabei fühlen, wenn sie die Hörer verarschen.
Das ist ja der geilste Satz. Fühlst du dich unwohl dabei, wenn du einen Beat programmierst, weil du kein echtes Drumset benutzt hast ? Oder geht es dir schlecht, wenn du ein Delay auf die Stimme gibst, weil der Sänger ein Wort nur einmal gesungen hat und du es aber mehrmals hörst ? Oder ein Reverb, weil der Raum in dem der Sänger stand, trocken war ?



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Beitrag von Nuuk » 06 Jan 2003 - 2:32

ein schlechter sänger wird in der regel durch dopplung nicht besser, sondern schlechter.. und zwar aus dem ganz einfachen grund, dass man ungenauigkeiten wesentlich leichter wahrnimmt...
beim doppeln gehts auch nicht darum druck und ausruck vorzutäuschen sondern ganz einfach um ein produktionstechnisches mittel, um mit dem heutigen hohen sound- und produktionstechnischen standart mithalten zu können... der grundlegende effekt der dadurch erzielt wird ist erst mal stereobreite, natürlich kommen dann noch andere dinge dazu, aber das ist teilweise dann auch davon abhängig, wie man mit der dopplung umgeht...
schlechtes gut macht sowas auf jedenfall nicht!!!
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Beitrag von panik » 06 Jan 2003 - 2:38

Nuuk hat geschrieben:ein schlechter sänger wird in der regel durch dopplung nicht besser, sondern schlechter.. und zwar aus dem ganz einfachen grund, dass man ungenauigkeiten wesentlich leichter wahrnimmt...
Man kann damit aber auch ein dünnes Stimmchen "aufblasen" - ich denke da an z.B. Jeanette Biedermeier...
schlechtes gut macht sowas auf jedenfall nicht!!!
Wie man an Jeanette B. hört;-)

n
Zuletzt geändert von panik am 06 Jan 2003 - 2:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Icebreaker » 06 Jan 2003 - 2:41

ich denke da an z.B. Jeanette B. ...
Auf den Namen hab ich in diesem Thread gewartet, wenn wir schon über Britney Spears Chöre diskutieren !
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