Piano-Mikrofonierung - Alternativen zu Schoeps CMC ?

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Hendrik
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Beitrag von Hendrik » 27 Jan 2003 - 15:24

Genau die mein ich. Für Gitarren, Streichinstrumenten Overheads oder Raummics sind sie hervorragend geeignet, das ist richtig und auch bekannt. Aber sie klingen genausogut am Flügel. Viele Studios nutzen sie auch als Tom-Mics (da aber meistens der Vorgänger KM84, da er einen etwas anderen Frequenzgang in den Mitten hat.)

Also wie gesagt, ich kann die KM Reihe sehr empfehlen, auch unter dem Gesichtspunkt, daß man nicht soviel Kohle hat, ist ein gematchtes Paar KM 184 eine super Investition, denn sie sind absolute Allrounder was die Instrumentabnahme betrifft...

Und klingen tun sie auch...

Ach und nochwas: Großmembran und KLeinmembran Mikro´s unterscheiden sich kaum. Kleinmembran Mics werden meiner Meinung nach völlig unterschätzt, was nicht zuletzt an der besseren Optik eines Groß-Kondensers liegt....
Lieben Gruß

Hendrik
Casanovas347

Beitrag von Casanovas347 » 27 Jan 2003 - 15:34

Werde ich bei nächster Gelegenheit probieren!
Das Kleinmembran-Miks häufig unterschätzt werden stimmt, (dabei ist der Unterschied zwischen 19mm und 25,4mm Membranfläche ja auch wieder nicht so gross) wobei ich halt auf Bewährtes vertraue....

Das AKG C4000B habe ich ja schon erwähnt....

daneben gibt es ja auch soviele Grossmembran-Miks aus China etc. die teilweise um die 150Euro kosten, die mir aber nicht so ganz geheuer sind....Rausch...Rausch....Raaaauuusch.....

:lol:
Hendrik
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Beitrag von Hendrik » 27 Jan 2003 - 16:04

Ach ja, check auch mal die Oktava MK 219 oder Oktava MK 319. Das sind unglaublich gut klingende Großmembran Mics aus russischer Fertigung. Ich hab sie zwar noch nicht am Flügel ausprobiert, aber als U87 ähnliches Mic sollte man das mal in Betracht ziehen. Die Mics klingen echt klasse und sind dazu noch spot billig!
Lieben Gruß

Hendrik
Casanovas347

Beitrag von Casanovas347 » 27 Jan 2003 - 22:48

guter Tipp! Geh gleich Infos bei Google einholen... :wink:
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roger
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Beitrag von roger » 04 Feb 2003 - 0:11

Oktava - das war dank Hendrik eine echte Finanzerleichterung !

Super + thanks !.. :D


@ Casa

219/319 schon getestet ?... :wink:
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Beitrag von roger » 04 Feb 2003 - 0:15

noch was zur Oktava-Optik:

mir sowas von egal, wie die Teile aussehen.
Schliesslich seh ich bei recording-sessions auch nicht gerade lecker aus.... :lol:
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Beitrag von omikron » 04 Feb 2003 - 8:03

Weiss jemand wo man diese Oktava's bekommt ? Ich hab' schon länger davon etwas gehört, aber nach unzähligen Mails an verschiedene offizielle Dealer habe ich noch immer keine Ahnung wo man die in Europa bekommen kann. (In den USA sind sie recht bekannt+beliebt)

Morgen nehm' ich an meiner Schule ein Jazztrio auf. Ein kollege hat für's Klavier 2 "Strauss"-Dinger vorgeschlagen. ( Keine Marke, ist ein Tonmeister, der hat ein KM83 und ein KM84 "hintereinandergeschaltet".
Genaues kann ich mir bis jetzt noch nicht darunter vorstellen, werd's dann mal posten :roll: )

Beim letzten mal habe ich 2 DAP 4011 (=Brüel & Kjaer ) benutzt, klang zwar geil, leider gab's einen ziemlich krassen Nahbesprechungeffekt (trotz 30cm Abstand von den Saiten !)

Ausserdem: Als drum-overheads nehme ich immer Roede NT5, gefallen mir auch am flügel sehr gut, haben aber diesen typischen Roede-Sound, der vielleicht nicht jedermann's geschmack ist wenn mann an den Turbo-Höhen-Boost von z.B. Neumann gewöhnt ist :wink:
Casanovas347

Beitrag von Casanovas347 » 04 Feb 2003 - 8:13

http://www.tigermastering.com/remix/Oktava.htm

das gibt es einfach nicht, wenn diese Teile auch noch so geil tönen wie sie aussehen, dann muss ich mir ein Päärchen davon kaufen gehen..... 8O :wink:

@ hendrik....jetzt solltest Du spätestens den Logic-User-Forum-Award 2003 bekommen....! :wink:

Liebe Grüsse
Paco
Casanovas347

Beitrag von Casanovas347 » 04 Feb 2003 - 8:17

Bestellen in der Schweiz oder "worldwide"



Oktava
Produktekategorien
Studiomikrofone

Ursprungsland
Russland

URL Hersteller
http://www.oktava.net

Vertrieb Schweiz
http://www.zapaudio.com
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Beitrag von Hendrik » 04 Feb 2003 - 13:12

Vertraut mir....:-) Die Oktava Mics klingen wirklich richtig gut...

Klar, ist Geschmacksache, aber ich habe noch keinen Hersteller gefunden, der zu diesen Preisen, solch eine Qualität bietet.

Ich habe die Oktava neben Neumanns und einem Brauner bei mir im Studio im Einsatz und ob Ihr das glaubt oder nicht, die Oktava sind für mich in vielen Situationen eine echta Alternative, obwohl ich für ein Brauner fast 10 Oktava 319 bekomme....:-)
Lieben Gruß

Hendrik
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Beitrag von Hendrik » 04 Feb 2003 - 14:28

Hier ist der Link zum deutschen Vertrieb:

http://www.mega-audio.de/produkte/oktava/oktava_f.html
Lieben Gruß

Hendrik
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Beitrag von roger » 04 Feb 2003 - 15:59

@ Hendrik

glaub ich Dir ! ...welchen Preamp benutzt Du ?

-----

habe gerade einen wirklich amtlichen Toningenieur kontaktiert, mit dem ich weiss Gott super Erfahrungen gemacht hae.

Abgesehen davon, dass er nur milde darüber lächelte, dass ich als Pianist mich mit professionellem recording befassen will ( er meinte: " ich fang doch auch nicht an, Klavier zu spielen " ... :lol: ...)...verwies er mit Nachdruck auf Microtech Gefell. In der Preisklasse um ca. 500 Euro würde er die Mikros allen anderen, incl. Neumännern 184 vorziehen.
Zu Oktava sagte er nichts, warum auch immer.

Ist natürlich ein absoluter Spitzenfreak, der Ingo. Nimmt Geschichten auf wie jüngst Gustav Mahler´s 6.Sinfonie, Neue Musik allenthalben, oder Orgelwerke von Messian, die kein Schwein kennt. Also, Qualitätsstufe St. Nimmerlein, wo unsere versauten Ohren nur dB-Bahnhof verstehen.

Wenn ich´s mir recht überlege, sind die Oktavia´s genau aus diesem Grund eine gute Wahl, da unsereins es eh niemals geregelt kriegen wird, dem Standard ausgefuchsester Enginers auch nur annährend gleichzukommen.

Wie Ingo direkt fragte: " Kommt da noch was dazu, zum Piano? Flächen, Percussion, Gesang ? Etwa Atmo, von wegen Film ?!? Dann vergiss es ! Mach Dir keinen Sress und nimm Kleinmembrane, die einigermassen bezahlbar sind. Und nimm an Sonntagen auf. Da dringt die Stadt-Atmo am wenigsten durch Deine Doppelverglasung. "

Der Hund ! ...hat er mich voll erwischt !...:laugh:
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Beitrag von Hendrik » 04 Feb 2003 - 17:56

Also ich habe verschiedene Preamps:
Avalon, Manley, TubeTech und TLAudio. Hab mir gerade den neuen von Universal Audio gekauft. Klingt super....

Die MG Mics sind wirklich gut, aber was mir an den Oktava gefällt ist ihr musikalischer Klang. Ich mach halt alles was sich grob mit dem Begriff "Pop" umschreiben läßt und da ist es nunmal wichtiger, daß ein Micro einen schönen musikalischen Klang hat, als daß es zur Not auch als Meßmicro gehen würde.

Aber nichts desto trotz ist und bleibt es Geschmacksache, welches Micro man für welches Instrument benutzt....
Lieben Gruß

Hendrik
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Beitrag von Hendrik » 04 Feb 2003 - 18:09

@omikron:

Da es sich bei dem KM83 um eine Acht und bei dem KM84 um eine Nieren charakteristik handelt, wird er wohl damit das MS-Stereoverfahren meinen. Dabei nimmt das Nierenmicro (alternativ auch Kugel) das Mittensignal auf und die Acht das Seitensignal. Mit einem MS Decoder, der einmal M-S und M+S "errechnet", entsteht das normale Stereosignal. Mit diesem Verfahren läßt sich sehr gut die Stereobreite (Raumanteil) nachträglich verändern und ist zudem auch voll Monokompatibel....
Lieben Gruß

Hendrik
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Beitrag von Casanovas347 » 04 Feb 2003 - 20:49

@ hendrik...Du wirst mir immer symphatischer! Du scheinst wirklich eine sehr kompetente Persöndlichkeit zu sein....Doppel-Amen! Von Leuten wie Dir kann ich sehr viel profitieren und lernen! :D

Ich benutze einen presonus-Mikpreamp

http://www.presonus.com

mein Modell, der BlueTube ist ein kleiner Mikropreamp mit Röhrenwärme (wenn auch nur mit 48V Nieder-Anodenspannungstechnik), welcher nicht ein reinrassiger Röhrenpreamp darstellt...er kostet so um die 600-700Euro (2kanalig)....auch Focusrite preamps sind sehr zu empfehlen...ich würde aber einfach hören, was ich höre und wenn man das Gefühl hat, es klinge wie es klingen muss, dann ist er es! Punkt...

Liebe Grüsse an alle hier!
Paco
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