zu wenig bässe

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geminy
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zu wenig bässe

Beitrag von geminy » 09 Mär 2003 - 14:30

wenn ich aufnahmen mache bzw. mische, dann höre ich hier im studio zu wenig bässe. resultat = auf der nomalen anlage im wohnzimmer sind zu viel bässe drauf.

ich arbeite mit einem "normalen" hifiverstärker und habe - nachdem ich dieses manko registriert habe - die bässe voll reingedreht. nun ist der klang allerdings unten eher schwammig wenn ich hier im studio abhöre.


kann es daran liegen, daß ich keine echte endstufe benutze ?

(das abhöre, sounds etc. eine rolle spielen ist schon klar. schon die richtigen sounds machen viel aus - es geht hier aber um die grundsätzliche frage ob hifi-verstärker oder endstufe wirklich einen so gravierenden unterschied machen)
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bollich
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Beitrag von bollich » 09 Mär 2003 - 14:45

Am Amp würde ich das nicht festmachen, ich denke da eher an die Schallwandler, da sind Unterschiede wesentlich "hörbarer" als bei der Verstärkung.
Ich habe selbst ein ähnliches Problem (Yamaha AX500 --> alte Grundig-Boxen als abhöre), jedoch kann ich mal eben das Lautsprecherpaar umschalten und ins Wohnzimmer gehen zum Kontrollhören. Da stehen ein paar "ordentliche" Speaker.

ICh denke, daß es wichtiger ist, sich auf die Monitorboxen einzuhören, als zu versuchen auch dort (mit den vorhandenen Mitteln) ein optimales Klangbild zu erreichen.
Das soll aber nicht heißen, daß ein optimales Klangbild nicht erstrebenswert wäre - dann hilft aber immer nur der Umbau des Studios UND eine "richtige" Abhöranlage.
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MRI
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Re: zu wenig bässe

Beitrag von MRI » 09 Mär 2003 - 15:46

[quote="geminy"]wenn ich aufnahmen mache bzw. mische, dann höre ich hier im studio zu wenig bässe. resultat = auf der nomalen anlage im wohnzimmer sind zu viel bässe drauf.

ich arbeite mit einem "normalen" hifiverstärker und habe - nachdem ich dieses manko registriert habe - die bässe voll reingedreht. nun ist der klang allerdings unten eher schwammig wenn ich hier im studio abhöre.


kann es daran liegen, daß ich keine echte endstufe benutze ?
[quote]

ich hatte ein ähnliches problem. man darf beim mixen nicht der versuchung verfallen, daß bässe einfach geil sind. *das muß schiiiiiieeeebben* :lol:
ich nutzte aktive monitore von event, die eigentlich schon guten bass bringen. sie betonen aber die oberen mitten in meinem raum etwas, so das der mix auf den events gut kling dann aber auf "normalen hifi speaker" zu dumpf wirkt. außerdem habe ich schnell merken müssen, daß die events "bassmüll" nicht richtig aufzeigen. das heißt, viele spuren haben noch zu viel bassanteil und stören bass und bassdrum das fällt aber auf den events kaum auf.
also höre ich immer profiproduktionen aus gleichem genre gegen und kucke wie dort gemixt wurde. außerdem hab ich mir noch ein paar sehr gute, große jbl hifi speaker bei ebay geholt. auf denen fällt der erwähnte bassmüll viel deutlicher auf. stimmen lassen besser in den gesamt mix einpassen. dynamic beurteilung mache ich weiterhin über die events....
hoffe das hilft....

F*
geminy
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Beitrag von geminy » 09 Mär 2003 - 16:23

ja das hilft - ich selber hab auch 2 jbl-türme und höre "klein" ab mit dynaudio passiv.
helfen tut mir die aussage, daß du die kleinen für die dynamik benutzt - hab ich noch nicht so gesehen....
bassmüll kommt tatsächlich eher über die großen jbl zum tragen.
letztendlich kommt es auf das zusammenspiel von sounds, frequenzen etc. an....ist schon klar. da liegt wohl bei jedem das manko...
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Beitrag von Tyrion » 09 Mär 2003 - 16:26

Hi Geminy,

der benutzte Amp macht eine ganze Menge aus, selbst wenn Du billige Speaker Kabel benutzt, verlierst Du schon Sound...
Leih Dir doch z.B. mal ´ne Glockenklang und mach den A B Vergleich...

Gruss

Max
Casanovas347

Beitrag von Casanovas347 » 09 Mär 2003 - 16:47

Kritische Frequenzen die bei HIFI-Anlagen durch die Loudness-Korrektur geboostet werden sind zwischen 120 bis 270Hz auszumachen...

mein Tipp:

einem Parametrischen EQ auf ein schmalen Q stellen, maximales Gain einstellen, dieses Frequenzband (120 bis 270Hz) nach resonanzen absuchen.......diese Frequenz danach absenken (mit schmalem Q)

Bei mir funzt das, ohne dem Sound seinen Druck zu nehmen..... :wink:

Lieber Gruss
Paco
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Beitrag von Audiomiditweaker » 09 Mär 2003 - 16:59

Super Tip Paco, danke! :D

Da kommt der neue Logic 6 Channel EQ ja bestens zum Einsatz!

Ich benütze bei meiner Anlage (Technics Stereo Integrated Amplifier SUVZ220) den "Source Direct" Schalter um den Originalsound durchzuschalten...
AMT
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Beitrag von geminy » 09 Mär 2003 - 17:07

danke für die postings....

@max: ich mach den versuch mal mit 2 amps...

@tweaker: ich hab einen SUV 300 und kann auch dort den eq abstellen. so hab ich bisher gearbeitet.
aber wenn ich das mache hab ich überhaupt keine bässe mehr im ohr und mixe mir den krassesten blödsinn... deshalb hab ich die bässe erstmal voll aufgedreht und mache trotzdem noch müll.

ich habe hier schon geile mixe hinbekommen - aber nur wenn ALLES rundherum gestimmt hat, wie bass-drum sounds, eq´s etc.
es will sich aber keine kontinuität einschleifen...

sollte man sich in diesem fall doch einen ordentlichen equalizer/analyzer (hardware) kaufen und in die anlage einschleifen ?
Casanovas347

Beitrag von Casanovas347 » 09 Mär 2003 - 17:24

von mda gibt es gratis einen spectrum-analyser (mit ca. 11 Bänder, nicht viel aber gratis).....als VST!

der spectrumanalyser ist teil der mda-plug-collection...download unter http://www.mda-vst.com

TC native Bundle 3 hat einen guten Parametric-EQ (werde ich haben müssen.....hab es auf der Messe gesehen....)


Lieber Gruss
paco
MRI
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Beitrag von MRI » 09 Mär 2003 - 19:33

geminy hat geschrieben: helfen tut mir die aussage, daß du die kleinen für die dynamik benutzt - hab ich noch nicht so gesehen....
...
hab mich vielleicht etwas falsch ausgedrückt. meine event/2020 bas sind nicht wirklich klein oder leise was den bassbereich angeht. ich nutze sie im nearfield und da donnern sie schon ganz schön. sie zeichnen einfach die dynamischen verhältnisse feiner als die jbls. auch das kann aber irreführend sein. die events vertragen viel mehr dynamic ( besonders im bassvereich ) als normale hifiteile. ein dicke bassdrum kann auf leistungsstarken studiomonitoren richtig klingen und dann auf der hifianlage einfach zu viel hub sein. besondere kandidaten dafür sind auch die genelecs.... da dreht man gerne zu viel bass rein, weils mixen dann mehr spaß macht.... :wink:
ich höre immer andere produktionen gegen....
geminy
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Beitrag von geminy » 09 Mär 2003 - 19:54

ok - gegenhören ist die lösung !

referenztitel hören !

mach ich nicht immer - daher die grossen unterschiede in den mixen.
Chris T.
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Beitrag von Chris T. » 10 Mär 2003 - 9:34

Was haltet Ihr denn vom Behringer Ultracurve? Der hat glaube ich 31 Bänder und liegt so bei ca. 200 euro. Ist ein Graphic EQ mit Analyser. Also ich werde auf jeden Fall einen Analyser brauchen. Die Mixe bei mir klingen immer schön ausgewogen und beim Abhören auf der Anlage von Freunden fehlt meißtens dann der Biß. Vergleich CDs benutze ich auch, hat bisher trotzdem nie so richtig perfekt hingehauen.
rackerlui
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Beitrag von rackerlui » 14 Mär 2003 - 18:02

hi paco,

was du beschreibst ist das einmessen der "live" anlage auf einen raum.
sprich feedbacks unterdrücken. dazu auch der 31 terzbandeq. notfalss auch ein parametrischer, nur du brauchst u.U. ´ne menge davon.
doch im studio ist das so eine sache, da sollte man lieber auf eine lineare abhöre setzen. wenn man diese noch etwas besser kennt, dann sollte sich das problem damit erledigen.
ein 31 terband eq sollte nicht im studio eingesetzt werden, da die bänder alle aktiv sind und nicht einzeln abgeschaltet werden können. somit hat man zuviel dämpfungsverzerrungen des graphischen eq.

betsen gruß
racker
Casanovas347

Beitrag von Casanovas347 » 15 Mär 2003 - 0:27

Hoi rackerlui

so hab ich das nicht ganz gemeint....ich wollte nur die Dröhn-Bässe durch ein extrem steilflankiges Bandpass-filter eliminieren....Die anderen Frequenzen bleiben normal im pegel...
Habe mehr Livemix-erfahrung (klassische Konzerte....ja...richtig, verstärkte klassische Konzerte...kein Orchester..moderne Klassik..und Jazz....) als Recording. vielleicht kommt mein Tipp ja wirklich aus dieser Ecke. Ich verwende dort aber mehr den 31Band TerzEQ, ist halt übersichtlicher für Live!
Das man seine Abhöre gut kennen muss ist mir klar. Ich wollte meinen Tipp nur als Mastering EQ-Tipp gesehen haben.
Wie macht man es denn richtig?

Wie tönt beispielsweise dieser Track von mir bei Dir?
http://www.pacocasanovas.ch/hop&bop.mp3

ist im herbst 2001 von mir gespielt und aufgenommen (für ein Vordemo-tape). Im januar 2003 habe ich es summenfrequenzkorrigiert und leicht angehoben im pegel.

Lieber Gruss
Paco
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