Vergleich summieren Digital/Analog und die Audioengine...

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Re: Vergleich summieren Digital/Analog und die Audioengine..

Beitrag von janzoulou » 07 Aug 2011 - 20:14

Ganz wie Ihr wollt... :roll:

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Re: Vergleich summieren Digital/Analog und die Audioengine..

Beitrag von janzoulou » 07 Aug 2011 - 21:47

So ich denke mal ich lass die Katze jetzt raus:

Nr1 ist digtal und Nr2 demnach die analoge Variante.Wer mag kann sich den fertigen Mix inclusiv Mastering hier
http://snd.sc/oj318k
anhören. Dieser Mix ist allerdings mit Outboard, 88,2kHz Resampling mit TC - Wandlern und anschliessendem analogen Mastering (Hannover) gemacht worden.

Wie gesagt, der "rudimentäre" Unterschied wird durch Outboard, (FX, KOMP, EQ) und ein wie ich finde gutes Mastering herausgearbeitet und stellt keinen Vergleich für eine Digitale Variante dar.
Des weiteren finde ich dass die Mono - Mitte um ein bedeutendes stärker wird, wa ja eineige von euch auch bemerkt haben und sogar andere Pegelverhältnisse dafür in Betracht gezogen hatten. Warn es aber nicht. Gleiche Pegel für alle Signale und was mono sein sollte wurde nur auf einen Einzelausgang geschickt und in der Summenbox auf L/R zu gleichen Anteilen passiv verteilt.

Einen schönen Sonntag Abend noch an euch alle, es hat Spass gemacht. Danke für euer Interesse!

Janzoulou
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Re: Vergleich summieren Digital/Analog und die Audioengine..

Beitrag von KellerKnabe » 07 Aug 2011 - 21:51

janzoulou hat geschrieben:Nr1 ist digtal und Nr2 demnach die analoge Variante.
Ist ja witzig - so hatte ich das auch getippt, aber beim Test mit dem ABX-Tool die sagenhafte Erkennungsrate von 50% bei den Xen erreicht ... ;)

Vielen Dank nochmals für Dene Mühe :D
MP 8x2.8GHz/12GB/MBP 13" i5/X.10.5/LP X/dfh C&V/Motu 828 MKII/UM-3/Neubauer Tiger/Strat/JazzBass/Ukulele/Brunetti mc2/LMK 4+/SCT800/ST-1000/MXL-603/D-112/TD3/SM57/SM58 /E604/MD441/K271/DT770/K55/HA4700/Alesis One MKII ...
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Re: Vergleich summieren Digital/Analog und die Audioengine..

Beitrag von Stephan S » 08 Aug 2011 - 0:28

Hach - zu gerne hätt ich noch die Mixbus Variante - ist wegen Pan Law und dem Summendingens wahrscheinlich nicht so einfach.

Nochmal danke - hat Spaß gemacht.
Und die Endversion tuts, wenn auch mir hinten die Kapelle gegenüber dem Gesang zu sehr absackt - aber darum gings ja nicht :)
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spocintosh
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Re: Vergleich summieren Digital/Analog und die Audioengine..

Beitrag von spocintosh » 08 Aug 2011 - 4:15

Immer schön zu wissen, daß die Ohren noch tun, was sie sollen.

Nochmal dazu, daß einige hier meinen, der Unterschied wäre nur marginal gewesen.
Ich will hier wirklich niemandem zu nahe treten, denn jeder kann natürlich nur das, was er kann und es müssen sicher auch nicht für jeden die gleichen Maßstäbe gelten.

Dennoch finde ich es hier an dieser Stelle einen guten Moment, festzustellen, daß genau hier in diesem Test deutlich wurde, wovon ich so häufig rede:
Ich denke, hier sieht man tatsächlich die Hörerfahrung, denn für mich ist der Unterschied riesig gewesen.

Und um mal zu verdeutlichen, wie riesig, erwähne ich jetzt mal, daß ich meine Einschätzung geschrieben habe, nachdem ich das Testarrangement auf dem MacBook Pro geöffnet und über den 16bit Kopfhörerausgang mit einem Sennheiser HD 25 gehört hatte !
Dieser Ausgangswandler ist bekanntlich derart grottig ist, daß es eigentlich gar nicht geht.

Aber wenn man weiß, worauf man achten muß, hört man das, was man hören will, tatsächlich überall durch.
Sogar aus den eingebauten Speakern des 17" MacBooks. Das hab ich nämlich zur Kontrolle des im Kopfhörer Gehörten auch noch gemacht. Und selbst da fällt die digitale Summierung in sich zusammen wie das sprichwörtliche Kartenhaus.

Heute morgen hab ich dann nochmal kurz auf den NS-10 gehört, nur so als Gegencheck. Und die arbeiten das dann endgültig derart deutlich heraus, daß mir persönlich der Schreck in die Glieder fährt, noch viel stärker als gestern über die Kopfhörervariante.

Ich kann mir einerseits wie immer gar nicht vorstellen, daß man das nicht sofort hört.

Aber ich weiß eben andererseits auch, daß das einfach an der Hörerfahrung liegt. Wer analoge Auflösung nicht kennt, und das wird hier mittlerweile die Mehrheit der Diskutanten sein, der kann natürlich auch nicht versuchen, darauf überhaupt zu achten.

Wer nicht weiß, was räumliche Tiefe ist, weil er mit 44/16 aufgewachsen ist, kann eben nicht hören, was ihm völlig unbekannt ist und nur sein kann.
Da kann man allenfalls darauf achten, ob die Höhen mehr oder weniger seidig klingen, die Vocals mehr oder weniger mittig stehen, der Bass drückt oder, oder, oder...
Kurz: Auf Soundunterschiede.
Die Dimension, die nicht da ist, kann ganz offensichtlich auch im deutlichen Direktvergleich anscheinend nicht erfaßt werden, wenn das Vorhandensein derselben nicht vorher bekannt ist.

Was auch der Grund ist, warum ich die berüchtigten Hörtests mit Laien, ob sie einen Unterschied zwischen Platten, CDs und mp3s hören, völlig uninteressant finde. Von jemandem, der nicht weiß, worauf er überhaupt achten soll, kann kein Mensch erwarten, daß er irgendeine belastbare Beurteilung abgibt.

Deswegen eiche ich mein Ohr auch heute noch regelmäßig mit Schallplatten, deren Master noch von Halbzollband entstanden.
Und dann hört man sowas auch ohne lächerliche Doppelblindtesttechniken und auf Equipment, das alles andere als referenzverdächtig ist.

Blindtests sind was für Leute, die zu zögerlich sind, ihre Ansichten zu vertreten, weil sie sogar an an sich selber zweifeln. Ganz arme Nummer in meinen Augen - und ein vollkommen verfehlter Ansatz.
Genauso wie ich entscheiden kann, ob ein Vocal-Take gut war oder nicht und einen schlechten direkt überspiele (und eben nicht - wie die Generation Logic - aufbewahre, um bis zum Schluß "flexibel" zu sein), so kann ich auch sagen, ob was gut klingt oder nicht.

Solche Unterschiede wie in unserem Beispiel hier könnte ich auch hören, wenn sie 5dB auseinanderliegen und Höhen und Bässe reingedreht wären, denn auch 5 dB lauter fällt die digitale Summierung immer noch genauso unüberhörbar räumlich und dynamisch in sich zusammen, macht weniger Musik und nervt einfach durch ihr Gesäge.

Danke für den Aufwand an den Kollegen, den ich bestimmt demnächst mal besuche !!
Wir scheinen da ja was gemeinsam zu haben...ist es am Ende die Hörerfahrung ? :mrgreen:

Und danke auch an alle anderen dafür, daß der Ton bisher so entspannt geblieben ist. (Hallo Hugo... :lol: )
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Re: Vergleich summieren Digital/Analog und die Audioengine..

Beitrag von holgieman » 08 Aug 2011 - 7:26

spocintosh hat geschrieben:Nochmal dazu, daß einige hier meinen, der Unterschied wäre nur marginal gewesen.
Ich will hier wirklich niemandem zu nahe treten, denn jeder kann natürlich nur das, was er kann und es müssen sicher auch nicht für jeden die gleichen Maßstäbe gelten.

....daß genau hier in diesem Test deutlich wurde, wovon ich so häufig rede:
Ich denke, hier sieht man tatsächlich die Hörerfahrung, denn für mich ist der Unterschied riesig gewesen.

Und um mal zu verdeutlichen, wie riesig, erwähne ich jetzt mal, daß ich meine Einschätzung geschrieben habe, nachdem ich das Testarrangement auf dem MacBook Pro geöffnet und über den 16bit Kopfhörerausgang mit einem Sennheiser HD 25 gehört hatte !
Dieser Ausgangswandler ist bekanntlich derart grottig ist, daß es eigentlich gar nicht geht.

Aber wenn man weiß, worauf man achten muß, hört man das, was man hören will, tatsächlich überall durch.
Sogar aus den eingebauten Speakern des 17" MacBooks. Das hab ich nämlich zur Kontrolle des im Kopfhörer Gehörten auch noch gemacht. Und selbst da fällt die digitale Summierung in sich zusammen wie das sprichwörtliche Kartenhaus.

Ich kann mir einerseits wie immer gar nicht vorstellen, daß man das nicht sofort hört.

Aber ich weiß eben andererseits auch, daß das einfach an der Hörerfahrung liegt. Wer analoge Auflösung nicht kennt, und das wird hier mittlerweile die Mehrheit der Diskutanten sein, der kann natürlich auch nicht versuchen, darauf überhaupt zu achten.

Wer nicht weiß, was räumliche Tiefe ist, weil er mit 44/16 aufgewachsen ist, kann eben nicht hören, was ihm völlig unbekannt ist und nur sein kann.
Da kann man allenfalls darauf achten, ob die Höhen mehr oder weniger seidig klingen, die Vocals mehr oder weniger mittig stehen, der Bass drückt oder, oder, oder...
Kurz: Auf Soundunterschiede.
Die Dimension, die nicht da ist, kann ganz offensichtlich auch im deutlichen Direktvergleich anscheinend nicht erfaßt werden, wenn das Vorhandensein derselben nicht vorher bekannt ist.

Was auch der Grund ist, warum ich die berüchtigten Hörtests mit Laien, ob sie einen Unterschied zwischen Platten, CDs und mp3s hören, völlig uninteressant finde. Von jemandem, der nicht weiß, worauf er überhaupt achten soll, kann kein Mensch erwarten, daß er irgendeine belastbare Beurteilung abgibt.

Deswegen eiche ich mein Ohr auch heute noch regelmäßig mit Schallplatten, deren Master noch von Halbzollband entstanden.
Und dann hört man sowas auch ohne lächerliche Doppelblindtesttechniken und auf Equipment, das alles andere als referenzverdächtig ist.

Blindtests sind was für Leute, die zu zögerlich sind, ihre Ansichten zu vertreten, weil sie sogar an an sich selber zweifeln. Ganz arme Nummer in meinen Augen - und ein vollkommen verfehlter Ansatz.
Genauso wie ich entscheiden kann, ob ein Vocal-Take gut war oder nicht und einen schlechten direkt überspiele (und eben nicht - wie die Generation Logic - aufbewahre, um bis zum Schluß "flexibel" zu sein), so kann ich auch sagen, ob was gut klingt oder nicht.

Solche Unterschiede wie in unserem Beispiel hier könnte ich auch hören, wenn sie 5dB auseinanderliegen und Höhen und Bässe reingedreht wären, denn auch 5 dB lauter fällt die digitale Summierung immer noch genauso unüberhörbar räumlich und dynamisch in sich zusammen, macht weniger Musik und nervt einfach durch ihr Gesäge.

Danke für den Aufwand an den Kollegen, den ich bestimmt demnächst mal besuche !!
Wir scheinen da ja was gemeinsam zu haben...ist es am Ende die Hörerfahrung ? :mrgreen:

Und danke auch an alle anderen dafür, daß der Ton bisher so entspannt geblieben ist. (Hallo Hugo... :lol: )
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Na da muss ich mich doch einfach noch mal aus dem Lager der "Gehörblinden" melden. hört sich von deiner Sicht so ein bisschen an, das ja alle hier (ausser DIR) keine (HÖR)Erfahrung haben.
Deine selbstzelebrierte Wahnsinnserfahrung in allen Ehren, aber ich weiß auch noch was ne Schallplatte ist, bin zufälligerweise auch noch damit aufgewachsen. Wie alt bist du eigentlich wenn ich mal ganz unverblühmt fragen darf, also ich bin 43 und kenne sogar noch kasettenabspielgeräte :roll:

Den von dir so plakativ dargestellten RIESIGEN Unterschied kann ich beim besten Willen nicht bestätigen obwohl ich sogar selbst eine deiner bezeichneten referenzabhören (die eingebauten MacBook PRO Lautsprecher) mein eigen nenne :roll: Über die ich allerdings nicht abgehört habe.

Der Unterschied ist deutlich zu hören (wurde schon von mehreren angemerkt), aber beim besten Willen nicht riesig, auch nicht mit sehr viel phantasie (meine Meinung). Auch wenn du dann jetzt bestimmt sagen wirst das ich (eigentlich so gut wie alle hier wenn man deine Ausführungen verfolgt) ja keine Ahnung habe (ist mir auch Wurst).

Deine Bewertung hört sich für mich genauso an wie jemand der im Metropolitan Museum in NY vor einem blauen stück Leinwand steht und mir erzählt was ER alles sieht und ICH alles nicht sehe (seiner Meinung nach).

Witzig nur, wenn du eh schon der Meinung bist dass das hörempfinden der hier aktiven Teilnehmer, die ja auch alle nicht gerade unerfahren sind, nicht ausreichend ist, und das der Endverbraucher das ja eh nicht hört und sowieso mp3 von cd nicht unterscheiden kann, warum um Gottes Willen soll dann überhaupt so produziert werden wenn nur DU und wenige auserlesene überhaupt fähig sind den Unterschied erkennen zu können?

Meine Meinung.....

So, und jetzt stecke ich mir wieder die Korken in meine Ohren und höre wieder oberflächlich musik :roll:
Meine Güte.....
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Re: Vergleich summieren Digital/Analog und die Audioengine..

Beitrag von Tscho » 08 Aug 2011 - 8:32

spocintosh hat geschrieben:Immer schön zu wissen, daß die Ohren noch tun, was sie sollen.
...
Nochmal dazu, daß einige hier meinen, der Unterschied wäre nur marginal gewesen.
...
Ich denke, hier sieht man tatsächlich die Hörerfahrung, denn für mich ist der Unterschied riesig gewesen.
Kannst du für die Tauben die großen Unterschiede, die du hörst, etwas genauer identifizieren/beschreiben, so dass wir sie vielleicht auch entdecken?

Johannes

P.S.: Sehe ich richtig, dass du der einzige im Thread warst, der sich vorher nicht mit einer Zuordnung oder einem konkreten Höreindruck goutet hat?
Edit: Habs überlesen, ziehe die Frage zurück ;-)
Zuletzt geändert von Tscho am 08 Aug 2011 - 18:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Vergleich summieren Digital/Analog und die Audioengine..

Beitrag von ualter » 08 Aug 2011 - 8:49

Tscho hat geschrieben: ....
P.S.: Sehe ich richtig, dass du der einzige im Thread warst, der sich vorher nicht mit einer Zuordnung goutet hat?
Falls du Spoc meinst, er hat sich schon geoutet, aber mit einer kleinen Rückversicherung :wink:

Ich finde Summe 2 auch irgendwie angenehmer im direkten Vergleich, es hat mit Tiefe zu tun.
Aber aus der Sicht eines Produzenten (das gleiche gilt denke ich für den Konsumenten für den ich schlussendlich produziere) betrachtet haben beide files den gleichen Text, die gleiche emotionale Wirkung, rhytmische Geschichten die ich noch ändern würde, die snare die bei beiden gleich schön laidback ist, der rhytmische Schnaufer vor dem Schlusschorus gefällt mir bei beiden Versionen genau gleich gut und noch einige andere Sachen.

Was ich sagen will, wenn ihr Musik macht sollte der song, die emotionale Wirkung, die Performance jedenfalls für mich im Vordergrund stehen dann kann auch eine digitale Summierung ins Herz treffen. Und genau dahin sollte man zielen.
Das geht mit Logic alleine wunderbar, mit einer fetten Analogkonsole oder mit Logic und Mixbus :wink:
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Re: Vergleich summieren Digital/Analog und die Audioengine..

Beitrag von janzoulou » 08 Aug 2011 - 8:53

Tscho hat geschrieben: P.S.: Sehe ich richtig, dass du der einzige im Thread warst, der sich vorher nicht mit einer Zuordnung goutet hat?
Falsch. Er hat sich von Anfang an geoutet.

@all:
Ich finde es nicht schlimm wenn man evtl. nicht genügend Hörerfahrung hat, wenn man es nur erkennt und daran etwas ändern mag. Und da gibt es ja einige hier die einer Fehleinschätzung aufgeschlossen gegenüber stehen. Für mich war es vor langer Zeit (Ja, spoc da gibt es wohl Gemeinsamkeiten :-) ) eine unglaubliche Erfahrung das erste mal Phasenunzulänglichkeiten oder sogar einen Phasendreher wahr zu nehmen. Vorher hatten immer nur alle darüber geredet und ich stand wie ein Vollidiot daneben und hörte nichts. Immer wieder und wieder hab ich einen Lautsprecher verdreht und WUMS mit einem Mal war es da: ich hörte es. Werd ich nie vergessen. Das brachte mir auch die Erkenntnis dass man das echt trainieren kann.
Danach kamen AB (nicht ABX!) Vergleiche mit CD und Vinyl. Das war für mich nach einigen Versuchen so erschütternd dass ich überlegt habe ob ich doch was anderes machen soll... Es war "Das" Album von Dire Straits ... damals eine grauenvolle Digitale Version davon auf dem Markt. Vinyl war ungefähr 2000 Kubikmeter größer.

Wie gesagt, wem der Unterschied egal ist, gut. Mir kann es nicht mehr egal sein, denn ich würde (das habe ich bei diesem schnellen digitalen mix wieder gemerkt) sehr schnell den Spass verlieren. Nichts geht über den Moment wenn man alle Signale trocken auf der Spur hat und nach und nach earlys, pan-Positionen und delay-stufen für Predelay anlegt und dabei miterleben darf wie der Mix dreidimensional wird.


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Re: Vergleich summieren Digital/Analog und die Audioengine..

Beitrag von JP_ » 08 Aug 2011 - 9:43

Tja, nu... Gekonntes Selbstmarketing ist leider immer noch der Verkaufsgarant in der Branche...
Auch die Pros kochen nur mit Wasser und manchmal muß man seine Daseinsberechtigung halt rhetorisch untermauern. (Damit spreche ich niemanden hier persönlich an!)

Hörerfahrung gibt es aber ganz sicher. Wie relevant, die in Bezug auf so etwas ist, muß jeder selbst entscheiden. Das ist wahrscheinlich auch einfach "ohrabhängig".

Ich reagiere z.B. extrem allergisch auf irgendwelche Phasengeschichten: Druck auf dem Ohr, ich würd schon fast von beeinträchtigtem Gleichgewichtssinn sprechen wollen. Wie man DAS mal nicht hören bzw. fühlen konnte, ist mir auch nicht klar, janzoulou... ;) Wenn man aber wirklich keine (relevanten) Unterschiede hört, sollte man aber auch so professionell sein, daß zuzugeben. Mit so was drängt man sich aber leider auch mal ganz schnell ins Abseits in der Branche, die einer, leider sehr subjektiven Leidenschaft frönt. Versuche, das auf eine fundierte wissenschaftliche Basis zu stellen, werden gerne und schnell vom Tisch gefegt, genau mit oben gemachten "Weisheiten". Tut mir leid, daß ist einfach versuchte Abgrenzung und kein Versuch unsere Arbeit auf eine allgemeingültige Basis zu stellen. Denn nur dann machen Vergleichstest und Unterschiede überhaupt einen Sinn.

Was bei solchen Vergleichstests auch immer gerne vergessen wird, sind die Abhörbedingungen (und ich meine jetzt nicht die LS). Aber wenn´s der ein oder andere sogar auf Laptoptröten mitkriegt...

Das ewige Wettern gegen ABX halte ich dann aber für ein bißchen arm. Das ist leider die einzige Möglichkeit seine Höreindrücke objektiv zu verifizieren. Alles andere einfach subjektiv und u.U. nah an der Grenze zum Selbstbetrug. Und das kann auch Erfahrung einfach nicht ausschließen, wahrscheinlich ist sogar eher das Gegenteil der Fall. Wenn man das trotzdem so hinnehmen will, gerne. Aber dann doch bitte nicht als allgemeingültige Wahrheit verpacken.


MM wird leider gerne über Unterschiede debattiert, die in Relation zu den Arbeitsbedingungen von 90% aller User hier absolut irrelevant sind...

Die Files hab ich im übrigen nicht hören können. Bin nämlich gar kein Logicuser (mehr)... :hm_big_smile:

Gruß
wawe
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Re: Vergleich summieren Digital/Analog und die Audioengine..

Beitrag von wawe » 08 Aug 2011 - 10:32

ualter hat geschrieben:Was ich sagen will, wenn ihr Musik macht sollte der song, die emotionale Wirkung, die Performance jedenfalls für mich im Vordergrund stehen dann kann auch eine digitale Summierung ins Herz treffen. Und genau dahin sollte man zielen.
Das geht mit Logic alleine wunderbar, mit einer fetten Analogkonsole oder mit Logic und Mixbus
Ich denke, das trifft genau den Punkt! ilike
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Re: Vergleich summieren Digital/Analog und die Audioengine..

Beitrag von hugoderwolf » 08 Aug 2011 - 10:44

spocintosh hat geschrieben: Und danke auch an alle anderen dafür, daß der Ton bisher so entspannt geblieben ist. (Hallo Hugo... :lol: )
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Is ja auch was, was man üben kann. Und hey, so taub wie du sonst immer behauptet hast, bin ich ja offenbar doch nich. ;)

Jetzt hamwer immerhin mal rausgefunden, wie unterschiedlich analog und digital summiert klingt. Und wir haben auch rausgefunden, was ihr beiden lieber mögt. Aber wenn ich da mal den unvoreingenommenen spielen darf, bin ich da immer noch unentschlossen.

Auch wenn du mich hauen wirst, ich finde Summe 1 technisch gesehen tatsächlich präziser und sogar an manchen Stellen räumlicher. Wohingegen Summe 2 etwas charmanter ist und ganz schön die räumlichen Lücken füllt, wenn man das denn möchte.

Wo ich an dieser Stelle nochmal drum bitten möchte ist aber, subjektives Qualitätsempfinden nicht immer unzulässigerweise mit objektiver technischer Qualität zu vermischen. Das Gerede von "analoger Auflösung" und "digitalen Unzulänglichkeiten" geht nämlich an der Realität ziemlich vorbei.

Klar, man möchte ja seine Präferenz gerne objektiv bestätigen und für sich rechtfertigen. Und für den Anwender ist es ja auch eigentlich egal, woran's jetzt liegt, dass es tut was man will. Mir als Entwickler stellen sich aber die Fußnägel auf, weil sich der Unfug wie eine Seuche verbreitet, besonders in Seuchenherden wie Gearslutz. Ergebnis sind dann Firmen wie SPL, die komischen Schund zusammenlöten und im Proschpekt von irgendwelchen analogen Märchen schwadronieren. Das kann auch ein spocintosh nicht wollen. ;)

Für mich stellt sich jetzt nach wie vor die Frage, was das für Effekte sind, die man da hört. Zumal wir hier ja auch noch von einer Vintage-Kiste reden, die nochmal ihre eigenen Gesetze hat. Ich kann mich dunkel erinnern, dass es irgendwann mal irgendwo einen Vergleichstest zwischen verschiedenen Summierern gab, und da hab ich nur bei den Vintagekisten was gehört. Die modernen supersauberen Teile haben da nich viel gebracht (vielleicht weil sie eben zu nah an digitaler Präzision waren :mrgreen:).

Und ähem, als Anwalt für die gute alte Analogtechnik einen Vergleich heranzuziehen, den man in den 80ern mit Brothers in Arms (das kommt auch immer wieder) gemacht hat, ist jetzt schon auch etwas fahrlässig. Die Wandlertechnik von damals und die Erfahrung mit digitalem Mastering ist mit den heutigen Verhältnissen sicher nicht mehr zu vergleichen. Ganz abgesehen davon, dass die Klangästhetik allein schon kulturell in über 20 Jahren einer gewissen Entwicklung unterliegt. ;)

Das geht auch offenbar ohnehin etwas an der Thematik vorbei. Ich hör jedenfalls den Unterschied beim Vergleichstest noch, wenn ich 'nen Bitcrusher mit 10 Bit dahintersetze und demnach schon ein ordentlicher Rauschteppich drunter ist. An manchen Stellen wird der Unterschied dabei sogar größer. Das hat also wirklich nichts mit Auflösung zu tun, da passieren ganz andere Sachen.
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Re: Vergleich summieren Digital/Analog und die Audioengine..

Beitrag von holgieman » 08 Aug 2011 - 10:48

@janzoulou Dein Aufwand für diese Aktion und dein Mix in Ehren, super Sache und definitiv sehr gut gemacht. Es geht auch gar nicht darum das zu bewerten. Wie du ja auch schon selbst angemerkt hast wird sich das wirkliche Potential von analoger summierung erst in verbindung mit weiterem analog geräten in der kette zeigen. Da bin ich auch der Meinung das man einen deutlichen klangvorteil im Gegensatz zur digitalen Arbeitsweise erkennen kann weil da einfach mehrere Stationen durchlaufen werden wo wirklich was passiert. Aber mal ehrlich, würdest du den Aufwand betreiben wenn du nur analog raus und mit der Summe wieder zurück gehen würdest? Ich denke nicht unbedingt, oder? Es sei denn du verdienst so viel geld das es dir egal sein kann. Dann würde ich das auch sofort machen.
Und das ist doch genau das was die industrie vermarkten wollte, das es (angeblich) schon einen großen Vorteil bringt wenn man das so (Einfach) betreibt. Da verdienten ja auch einige dran. Aber wie man sieht ist dieser modetrend schon wieder sehr stark zurück gegangen. Und wenn einzelne hier der Meinung sind einen RIESIGEN Unterschied zu hören, sogar auf macbookpro lautsprecherchen :D bitteschön, ist ja immer subjektive auslegungssache was RIESIG ist. Aber deswegen so von oben herab die "Andershörenden" durch die blume herabzusetzen und zu sagen: "ihr hört das halt nicht weil euch einfach die Erfahrung völlig fehlt und ihr noch nicht mal wisst wie ne Schallplatte klingt, und ein nagelneues duality mit bestem blick über die city", blah, blah... :roll wow

So was finde ich, sagen wir mal überheblich, von oben herab. Der erfahrene Profi würde so jedenfalls nicht argumentieren, das hat er gar nicht nötig.
Zumindest die, die ich kenne bzw mit denen ich zusammengearbeitet habe.

Eigentlich dachte ich ging es bei dieser Aktion doch darum das sich jeder mal ein vergleichendes Ohr machen kann und für sich entscheiden kann "ist es das für meine Arbeitsweise wert oder nicht? Oder welche Unterschiede sind wahrnehmbar und in welchem maße"
Und nicht darum von der Kanzel herunterzupredigen "ihr nichtshörenden, ich öffne euch jetzt mal die Ohren und erkläre euch wie das läuft"

Danke Herr, jetzt habe ich die Er(hörung)leuchtung gefunden und es werde Licht (Ton) :D

Sorry, nur ernst gemeinter Spaß hehe :D
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Re: Vergleich summieren Digital/Analog und die Audioengine..

Beitrag von ualter » 08 Aug 2011 - 11:23

Ich finde ihr solltet keinen Krieg daraus machen, jeder kann mit diesem Test seine eigenen Schlussfolgerungen treffen, ganz auf seine persönlichen Bedürfnisse abgestimmt. Kein Grund sich persönlich anzufeinden!
Keep cool,
danke für den Test :wink:
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Re: Vergleich summieren Digital/Analog und die Audioengine..

Beitrag von holgieman » 08 Aug 2011 - 12:49

@ualter
Klar, soll kein Krieg daraus werden, aber manchmal ist so eine starke Dosis selbstüberzeugte, (vermeintliche) "subjektive Objektivität" schwer zu ertragen ;)
Da muss man dann einfach mal seine Meinung sagen. Das ist doch denke ich erlaubt ;)
TSCHÜSS ihr Klappskallies :D
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