Vergleich summieren Digital/Analog und die Audioengine...

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janzoulou
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Re: Vergleich summieren Digital/Analog und die Audioengine..

Beitrag von janzoulou » 05 Aug 2011 - 18:22

@melodrxm:
Das hängt echt von euch ab. Sagt an wann ihr es wollt und ich lass die Katze aus dem Sack.

:hm_angel:
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Stephan S
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Re: Vergleich summieren Digital/Analog und die Audioengine..

Beitrag von Stephan S » 05 Aug 2011 - 18:24

Auf jeden Fall mal Dankeschön für die Aktion - bin gespannt - vorstellen kann ich mir beides. Wenn 2 analog ist, ist das Thema für mich gegessen, wenn 1 analog ist, will ich mehr wissen...
‹(•¿•)›
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janzoulou
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Re: Vergleich summieren Digital/Analog und die Audioengine..

Beitrag von janzoulou » 05 Aug 2011 - 18:28

Stephan S hat geschrieben:Ich kann nur sagen dass ich Summe 1 besser finde - 2 klingt hier unklarer, was mich vermuten lässt, dass 2 die Analog-Summierung ist.
Andererseits verwende ich genau wegen solcher Mauscheleien Logic nicht mehr zum Mischen.
Schwierig.
Ich bleib dabei: 2= analog, weil insgesamt dicker.
Zu gerne würde ich noch ne Mixbus Variante hören, da sie mE die Transparenz von 1 und die Sattheit von 2 beinhalten würde.

Gehe ich recht in der Annahme, dass mit dem Outboard die Lautstärkeverhältnisse, insbesondere bei den Drums andere sind?
Ja und nein... denn ich mische ja immer auf ein Master hin, wil heissen ich weiss ungefähr was beim mastern passiert und regele die Level darauf aus.
Beim analogen Summieren habe ich ja einen viel grösseren Headroom was Transienten etc betrifft. Daher fällt ein Vergleich ja auch so schwer... Wenn ich Digital summiere (muss) dann ist das Pegelverhältniss ein völlig anderes. Will sagen: Dieser Mix ist sozusagen ein Kompromiss um einen fairen Vergleich zu ermöglichen.
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hugoderwolf
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Re: Vergleich summieren Digital/Analog und die Audioengine..

Beitrag von hugoderwolf » 05 Aug 2011 - 18:31

janzoulou hat geschrieben: Würde ja jetzt gerne etwas dazu schreiben, halte mich aber mal zurück... Mal schauen was die anderen noch so schreiben.
Gute Idee. Ich denke es macht die Sache generell spannender, wenn wir uns alle mit Einzelheiten zum Höreindruck etwas zurückhalten. Das beeinflusst nämlich wiederum den Eindruck der nachfolgenden Hörer immens!

(Notiz für den nächsten AB-Hörvergleich: in der ersten Phase einige Tage Funkstille vereinbaren, damit sich alle ein Bild machen können, erst dann Tipps posten und Eindrücke diskutieren.)

Und noch ein Tipp fürs AB-Hören: umschalten während des Hörens kann einen auch ganz schön auf's Glatteis führen, da der Knacks zu einer gewissen Erwartung führt. Ich hab immer kurze Stücke von 2-3 Sekunden einzeln abwechselnd abgespielt, mit kurzer Pause dazwischen. Das Problem bleibt aber, dass ich selbst Logic bediene und weiß, wann Spur 1 und Spur 2 spielt. All sowas führt letztendlich dazu, dass man gezielt nach Eindrücken sucht, die den ersten Eindruck bestätigen. Undsoweiterundsofort...

Ich würde mal vorschlagen, dass Sonntagabend ein guter Termin für die Auflösung ist, oder?
melodrxm
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Re: Vergleich summieren Digital/Analog und die Audioengine..

Beitrag von melodrxm » 05 Aug 2011 - 19:03

also mir wäre sonntagabend recht.

Stephan S hat geschrieben:Auf jeden Fall mal Dankeschön für die Aktion
da schließ ich mich an.
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janzoulou
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Re: Vergleich summieren Digital/Analog und die Audioengine..

Beitrag von janzoulou » 05 Aug 2011 - 19:18

Euer Wunsch sei mir Befehl! :hm_chinese:
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janzoulou
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Re: Vergleich summieren Digital/Analog und die Audioengine..

Beitrag von janzoulou » 05 Aug 2011 - 19:22

hugoderwolf hat geschrieben: (Notiz für den nächsten AB-Hörvergleich: in der ersten Phase einige Tage Funkstille vereinbaren, damit sich alle ein Bild machen können, erst dann Tipps posten und Eindrücke diskutieren.)
Guter Plan...
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Re: Vergleich summieren Digital/Analog und die Aud

Beitrag von filaferro » 05 Aug 2011 - 20:10

hugoderwolf hat geschrieben:Und noch ein Tipp fürs AB-Hören: umschalten während des Hörens kann einen auch ganz schön auf's Glatteis führen, da der Knacks zu einer gewissen Erwartung führt. Ich hab immer kurze Stücke von 2-3 Sekunden einzeln abwechselnd abgespielt, mit kurzer Pause dazwischen. Das Problem bleibt aber, dass ich selbst Logic bediene und weiß, wann Spur 1 und Spur 2 spielt. All sowas führt letztendlich dazu, dass man gezielt nach Eindrücken sucht, die den ersten Eindruck bestätigen. Undsoweiterundsofort...
das kann man umgehen indem man einen blindtest macht... das tool dafür gibts hier:

http://emptymusic.com/software/ABXer.html

wer eine 100%ige trefferquote aufweisen kann bekommt den "heisse ohren - award" :mrgreen:
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Axel
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Re: Vergleich summieren Digital/Analog und die Audioengine..

Beitrag von Axel » 06 Aug 2011 - 0:48

habs grad mit nem guten kopfhörer am laptop zu haus gehört.
mischung 1 gefällt mir besser, vor allem in den teilen mit geringerer dynamik. zb die snare in den ersten drum-takten klingt 'zum anfassen', das klingt im zweiten mix flacher.
andersrum- wenns dichter wird, im refrain, gefällt mir mix zwei fast besser. dadurch, dass dort alles mehr aufeinanderklebt, kommt es mir etwas kompakter vor.

mein tip:
1. analog summiert
2. itb

sollte es andersrum sein, freu ich mich, dass meine endlose bastelprojekt-liste nicht noch einen eintrag bekommt...

btw: die nummer finde ich sehr geschmackvoll instrumentiert und gemischt. dem sänger glaub ich, was er macht. stell ihn noch n sommer auf die weide ;-) song-arrange würde ich hier etwas straffen, chorus früher und so.
aber sehr schön, danke für den test :-)
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hugoderwolf
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Re: Vergleich summieren Digital/Analog und die Aud

Beitrag von hugoderwolf » 06 Aug 2011 - 2:28

filaferro hat geschrieben: das kann man umgehen indem man einen blindtest macht... das tool dafür gibts hier:

http://emptymusic.com/software/ABXer.html

wer eine 100%ige trefferquote aufweisen kann bekommt den "heisse ohren - award" :mrgreen:
Danke für den Tipp, wusste nicht dass es sowas schon gibt. An meiner Uni werden solche Tests massenhaft eingesetzt, das sind allerdings alles MATLAB-Skripte. Ich hatte jedenfalls schon länger die Überlegung angestellt, mal irgendwann in ferner Zukunft eine umfangreiche Hörtest-Software zu basteln, die auch außerhalb von sowas wie MATLAB lauffähig ist. Kannich mir ja zumindest schonmal teilweise sparen (es gibt noch haufenweise andere Konzepte als ABX). ;)
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spocintosh
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Re: Vergleich summieren Digital/Analog und die Audioengine..

Beitrag von spocintosh » 06 Aug 2011 - 18:45

Moin Rasselbande !

Der Vergleich ist ja immer nich ganz so einfach.
Auf diese Art hier, daß zwei Files gepostet werden, kann man auf jeden Fall sagen, welches einem besser gefällt und feststellen, was man alles an Unterschieden hört.

Ich meine auch zu hören, welches analog summiert ist und welches digital, gehe dabei aber davon aus, was ich zu hören gewohnt bin.
ABER: Wenn ich solche Files posten würde, könnte ich allein mit Hilfe der Kabelauswahl dergestalt manipulieren, daß das analoge File eindeutig für digital gehalten wird und umgekehrt.

Will sagen: Das Ratespiel gefällt mir nicht so gut wie die eindeutige Gegenüberstellung, anhand derer jeder entscheiden könnte, welches Ergebnis er bevorzugen würde, wenn er das Fonojet buchen würde.
Denn mehr kann man so noch nicht daraus schließen.

Und genau das ist das Problem.
Digital ITB ist mehr oder weniger gleich (naja fast: Ausnahmen wie Harrison bestätigen die Regel). Jedenfalls sind die klanglichen Unterschiede zwischen Pro Tools, Nuendo, Logic etc. wirklich alles andere als kriegsentscheidend, es sei denn, man steht drauf, sich in Foren rumzustreiten, anstelle die Arbeit, von der man redet, auch wirklich zu tun.
Bei Analog ist da ein riesiger Bereich.
Natürlich ist gute Analogtechnik den aktuell i.d.R. benutzen Digitalkonfigurationen um Lichtjahre überlegen, wenn es an die Summierung geht.
(Ich muß das nochmal wiederholen: Gute Analogtechnik.) Und dazu gehört eben auch gute Verkabelung. Die allein schon unbezahlbar ist.

Ich würde zum Beispiel nicht unbedingt ein Mackie 8-bus zum Mischen benutzen wollen, nur weil es analog ist...
Und ich hatte auch schon Situationen, in denen ich aufgrund uralter und ungewarteter Technik, verstaubter Patchbays und oxidierter Steckverbindungen
lieber (meine eigenen) IRs verwendet habe als das echte 480er, was unter normalen Umständen eher undenkbar wäre.
Ein 1986er SSL E Series, das seit damals einfach dasteht, ohne regelmäßig gewartet zu sein, würde von mir auch allenfalls die Stereosumme aus dem Rechner zum Abhören bekommen - und zwar auf den Tape Return, nicht auf zwei Kanäle, die schon ungleich sind.
Denn würde ich es wirklich zum Mischen benutzen, wäre das Ergebnis zwar analog, aber eben schlecht analog: Mulmig, verhangen, impulsschwach und basslastig, dabei aber undefiniert.
Ein nagelneues Duality mit bestem Blick über die City probier ich dagegen gern mal aus, bevor ich gleich den Mixbus anwerfe.

Nicht: Analog um des Analogen willen, sondern um der Überlegenheit willen.
Und das ist heute immer noch genauso schwierig und teuer wie immer.

Digital ist nur eins ganz sicher: Billiger in der Anschaffung. Außer, es soll qualitativ an der Spitze mitspielen, dann wird's ganz plötzlich mehrfach teurer und es steht Harrison, Jünger, Weiss oder LAWO drauf.

Meine Einschätzung fällt daher wie folgt aus:
Wenn Verkabelung und genereller signal flow so gut ist wie ich das gerne hätte, dann macht "Summe 2" das, was wir hören wollen: Analoge Auflösung.
Sollte die Verkabelung zum Neumann aus schlechten Kabeln bestehen (oder Schlimmerem), schlechte Lötstellen aufweisen oder 12 Steckverbindungen, dann kann aber auch das flache, räumlichkeitslose und verschmierte Summe 1-File die analoge Summierung sein.
Variante 2 halte ich allerdings für unwahrscheinlicher. Abgeschnittene Transienten und fehlende Tiefe in Summe 1 erhöhen für mich die Wahrscheinlichkeit, daß es sich um digitale Summierung handelt.

Best,
spocintosh
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Re: Vergleich summieren Digital/Analog und die Audioengine..

Beitrag von janzoulou » 06 Aug 2011 - 18:55

@spocintosh:
Verkabelung: alles Sommer SC-AURA DMCK10 (in der benutzten Kette)
Patchbay ist in Lemosa ausgeführt. (Brückenstecker)

Beste Grüsse, J
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mistermoog
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Re: Vergleich summieren Digital/Analog und die Audioengine..

Beitrag von mistermoog » 06 Aug 2011 - 19:31

Summe 1 hört sich auf meinen Quested Monitoren besser an. Vor allem die etwas leiseren Passagen im ersten Teil des Songs.
Nochmals vielen Dank an Janzoulou für die Files. Endlich mal nicht nur quatschen, sondern hören.

LG Jörg
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Re: Vergleich summieren Digital/Analog und die Audioengine..

Beitrag von holgieman » 06 Aug 2011 - 23:27

Was ich jetzt schon mal nach meinem Gehör sagen möchte:
Der unterschied ist hörbar, aber die Unterschiede sind in einem Bereich wo ich mich klar gegen den finanziellen Mehraufwand entscheiden würde. Da würde ich mir dann lieber andere Hardware zulegen wo ich unterm Bruchstrich mehr bei rausholen könnte (preamps, eq's, Kompressoren).
Dann lieber 10 Mille für nen s3 und nen massive passive für edle summenbearbeitung, da fänd ich die ausbeute besser.
Wenn Geld keine Rolle spielt würde ich immer über ne Konsole summieren.
TSCHÜSS ihr Klappskallies :D
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Re: Vergleich summieren Digital/Analog und die Audioengine..

Beitrag von Axel » 07 Aug 2011 - 0:03

holgieman hat geschrieben:Dann lieber 10 Mille für nen s3 und nen massive passive für edle summenbearbeitung, da fänd ich die ausbeute besser.
:?: verstehe nicht, was diese aussage in diesem thread soll.
der aufwand für die hier verwendete hardware dürfte bei 150€ plus ein tag bastelzeit liegen.
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