Lichdesign im Studio

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Tim
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Lichdesign im Studio

Beitrag von Tim » 20 Feb 2018 - 17:38

Aktuell baue ich mein Studio ein wenig um.
Neben den akustischen Umbauten muss ich auch dringend auch etwas am Licht ändern.

Zur Zeit sitze ich unter einer Neonröhre was mich auf längere Zeit etwas anstrengt.
Was habt Ihr Lichttechnisch im Studio installiert?

Lava Lampe ist klar... (ich habe gar keine)

Es soll auch nicht zu dunkel werden. Vielleicht was mit Dimmer?
Indirekte Beleuchtung?

Gruß Tim
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Re: Lichdesign im Studio

Beitrag von Don Banane » 20 Feb 2018 - 17:56

Hi Tim,

ich habe völlig banal so einen billigen Dreifach-Spot von Ikea mit LED-Leuchten an der Decke über dem Stuhl.
Damit habe ich meinen Arbeitsplatz recht gut nach meinen Wünschen ausgeleuchtet bekommen. Die Farbtemperatur und die Helligkeit sind für mich angenehm.

Gruß Don
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Re: Lichdesign im Studio

Beitrag von MikeSilence » 20 Feb 2018 - 19:05

Ich hab an meine Deckenabsorber warmweiße LED-Lichter geschraubt, die ein schönes indirektes Licht machen. Über dem Arbeitsplatz dann ein LED Spot mit kälterem Licht um länger ermüdungsfrei arbeiten zu können.

Ich hoffe dass man das Bild sehen kann. Zu dem Zeitpunkt waren die LEDs nur festgeklebt, die hab ich dann nochmal richtig festgemacht.

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Re: Lichdesign im Studio

Beitrag von focusonsound » 21 Feb 2018 - 9:29

Es gibt mittlerweile LED Panels die man an die Decke schraubt und die von Tageslicht bis Dämmerungslicht alles darstellen können. Die Bedienung erfolgt einfach über Funkdimmerfernbedienung.
https://www.bauhaus.info/led-panels/c/10001722
Ein Freund hat das in seinem Videostudio um verschiedene Lichtsituationen realisieren zu können und ist absolut begeistert davon! Der Vorteil ist auch, dass es extrem flach ist und sich somit recht gut auch in niedrigen Räumen integriert.
Wir selbst haben im Studio selbstgebaute Halogenlichtchen (quasi Sternenhimmel), wollen die Lämpchen aber schon lange gegen LEDs austauschen. Das Problem ist nur, dass diese Lämpchen als LED auf Grund der Elektronik nicht in die Fassung passen und man außerdem die Dimmer austauschen müsste, von dem her bleibts wohl noch ne Weile bei den Halogenern ;-) Schönes Licht machen die allemal, nur eben im Vergleich zu LED etwas warm was je nach Tagesform auch schneller müde macht...
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Re: Lichdesign im Studio

Beitrag von Mile69 » 21 Feb 2018 - 10:11

focusonsound hat geschrieben:Es gibt mittlerweile LED Panels...
...auch bei IKEA :-)
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Re: Lichdesign im Studio

Beitrag von Midolf » 21 Feb 2018 - 18:23

Was im Zusammenhang mit dem ganzen LED Kram gern vergessen wird:

Grundsätzliches:
Licht ist m.E. sehr wichtig für jeglichen kreativen Prozess. Wer fühlt sich unter Neonröhren wohl, wer kann da kreativ sein? - Die wenigsten. Und LED's? --> Viele kaufen sich (auch teure) LED-Panels und stellen nach einiger Zeit fest: Grausam bis unerträglich und flimmern tut's auch. Darüber hinaus sollte man sich zwingend die Frage stellen will ich dimmen? Ein Wort zu LED-Bändern: Sind sehr nette Gags. Machen schönes (indirektes) Effekt-Licht, taugen aber weniger zur echten, will sagen, guten Beleuchtung.


Farbtemperatur:
Außerdem nicht zu vergessen: Die in Kelvin angegebene Farbtemperatur gibt lediglich an, ob es sich um ein kaltes (=6000, 4000) oder warmes (3000, 2700) Licht handelt. Ich möchte es bei der "Lichtfarbe" kurz machen: 2700 oder 3000 ist „Wohnlicht“, 4000 ist technisch und 6000 ist schon extrem kalt. Viel wichtiger (und selten erwähnt) ist die...

...Farbwiedergabe (CRI, Ra):
Hier gehts, sehr verkürzt dargestellt, darum wie "nah" das Licht an einer echten "Glühbirne" ist. Umso höher desto besser. Ein CRI von mindestens 80 ist in Deutschland Pflicht. Ab 95 wird's annehmbar und gleichzeitig richtig teuer. Kann aber schnell zu einem ausufernden Thema werden. Ein Satz noch hierzu: Das wichtige "rot" können die wenigsten LED-Leuchtmittel gut.

Ja, ich habe soeben gebaut. Ich könnte hier abendfüllende Vorträge halten.

Nun zu Deiner Frage:
Tim hat geschrieben:Zur Zeit sitze ich unter einer Neonröhre was mich auf längere Zeit etwas anstrengt.
Was habt Ihr Lichttechnisch im Studio installiert?
Habe mir in die Deckenabsorber dimmbare GU-10 Spots (Also "normale" 230V Leuchtmittel) eingebaut. Warum? Hier gibt es sowohl (noch) konventionelle Leuchtmittel (Halogen) also auch eine Vielzahl an LED's. Ich habe in Summe über 10 verschiedene LED's getestet. Fast alle haben gegenüber den Halogenleuchten ein synthetisches kaltes Licht erzeugt, viele flimmern (es ist kein echtes flimmern sondern so eine Art "Röhrenfernseherfeeling" die einem erst dann auffällt wenn ein Experte dich darauf hinweist was da (und insbesondere wie es) flimmert. Einige LED's machen sogar Geräusche. Lediglich die richtig teuren Philips GU-Spots (gibt’s in keinen Baumarkt, hier die URL: http://www.lighting.philips.de/prof/led ... xpertcolor) waren am Ende ein recht guter Kompromiss. Wenn Du abschließend auch noch dimmen möchtest, brauchst Du noch einen annehmbaren Dimmer der mit den LED's deiner Wahl auch harmoniert. Diese Dimmer beginnen (all inclusive) bei ca. 150 EUR.

Nochmal: Die LED's in meinen Studio sind aber wirklich nur ein Kompromiss, weil sehr gutes Licht (warm, angenehm, heimelig und somit "schön") ist mit LED's derzeit nicht zu 100% machbar. Ich denke die oben genannten Philips kommen meinen (recht hohen Ansprüchen) recht nahe. Ich sage mal zu 95%. Was mir hier weniger gefällt ist die Tatsache das in der geringsten Dimmstufe das Licht nicht "wärmer" soll heißen "roter" wird. Es gibt zwar auch hier LED Spots die das simulieren, aber die haben einen (auffallend) schlechten CRI-Wert. Du siehst, ich habe ausführlich getestet.

Zum Sockel:
Ja, auch aus diesem Grund habe ich mich für den wechselbaren GU10 Sockel entschieden: Hier kann ich zukünftig ohne Probleme auf andere GU10 Leuchten (Halogen, LED) umrüsten. Kein vorgeschalteter Trafo, nichts.

Nachruf:

Beim Schreiben dieser Zeilen (miss-)fällt mir noch eines ein: Sehr, sehr Schade empfinde ich die Tatsache, dass mit dem Verkauf der OSRAM LED-Sparte auch keine echte Entwicklung mehr bei den EX-Osrams besteht. Somit passiert kaum mehr wirkliche LED-Entwicklung (im Sinne von echter Ersatz für Glühlampen) weil von den beiden Großen (Philips und Osram) nunmehr kein Druck mehr zum "Besser sein" existiert.


Gruß

Midolf
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düsenjäger
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Re: Lichdesign im Studio

Beitrag von düsenjäger » 02 Apr 2018 - 21:15

Ich nutze Lichterketten wie zu Weihnachten. Finde ich sehr gemütlich. Dazu habe ich LED Farbketten, wie die von Philips. Allerdings eine günstigere Variante, weiß den Namen nicht mehr.

Am besten ist aber das LED Lightgerät, was auf tiefe Frequenzen reagiert. Heißt wenn du bisserl Gas gibst mit deinem Sound, hast du eine schöne zur Musik passende Atmosphäre. Bringt Frische in den Produktionsalltag und eine neue Sichtweise auf deine Musik. Vor allem natürlich, solltest du Hiphop oder Techno für den Club produzieren. Aber auch Rock und Pop wird ja aufgeführt werden mit Bühnentechnik. Also das ist mein neues Gimmick, was sehr viel Abwechslung reinbringt.

Ansonsten sind vielleicht noch die Philips Ambilight Sachen zu empfehlen.
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metalfish
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Re: Lichdesign im Studio

Beitrag von metalfish » 19 Apr 2018 - 8:19

Ein später Tip: es gibt von Osram recht günstig LED Ersatzröhren zum Tausch gegen die vorhandenen alten Röhren. Gibt es auch in Warmweiss. Man tauscht da starter und Röhre.. fertig.
https://www.amazon.de/dp/B073QTJJQR/ref ... 2AbTA52YA7
Ansonsten würde ich eine weiße grundbeleuchtung machen, und dann nur farbliche Akzente für Charme und Stimmung.
Ich habe bei mir eine Ikea standleuchte mit papierschirm und led Birnen, zwei kleine Wandleuchten mit LED Leuchtkugel, und eine farbige LED Kette für Farbakzente... die Phillips Sachen sind aber wirklich besser..
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Man kann einen Barbier als einen definieren, der all jene und nur jene rasiert, die sich nicht selbst rasieren.
Die Frage ist: Rasiert der Barbier sich selbst?
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