Mic-Preamp muss her! Aber welcher?

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Alexis
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Mic-Preamp muss her! Aber welcher?

Beitrag von Alexis » 19 Nov 2002 - 21:32

In unserem Studio ist der fehlender Mikrofon-Vorverstärker so ziemlich das schwächste Glied. Wir benutzen momentan die Vorverstärker des Yamaha 02/R die keinen guten Ruf geniessen.

Wer sich ebenfalls für das Thema interessiert, dem darf ich die Lektüre des grossen 36-fachen Mic-Preamp Tests in Keyboards 10-12/2000 empfehlen. Allerdings hat mich das Lesen und Hören desselbigen nicht wesentlich schlauer gemacht. Eventuell komme ich dank eines Amerika-Kontaktes relativ günstig an Avalon-Teile und die legendäre Manley Vox-Box ran. (Keys 01/1998). Aber ob sich die Mehrausgabe lohnt?

Gut gefällt mir von den Features her der neue Voice-Master Pro von Focuswrite! Aber auch SPL´s Channel One wird nach wie vor oft empfohlen. Bin für zweckdienliche Hinweise dankbar!

Liebe Grüsse
Alexis
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ms70
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Beitrag von ms70 » 19 Nov 2002 - 22:27

mit Voxbox und Avalon kannst Du nichts falsch machen. Sind ueber jeden Zweifel erhaben. Benutz ich selbst oft.
In die selbe Klasse gehoert auch der Millenia Media Origin STT-1
http://www.mil-media.com/docs/products/origin.shtml
Aber wat weiss ich.. greetz - ms70

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Johannes
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selberbauen !!!

Beitrag von Johannes » 01 Dez 2002 - 17:21

Versuchs mal hiermit :

http://recording.org/users/kev/Project1.htm
http://www.wagrecords.net/neve.htm

Wennst Dich mit Elektronik n bischen auskennst und löten kannst sollte das zu bauen sein. Wird aber bestimmt nicht billig weil die ein und ausgangsüberträger recht teuer sind
PIII 866; 512 MB Ram; 1x30GB u. 1x40GB IDE; Pulsar 2; WIN2K SP4; ne Partition Debian Linux (unstable);-); Scope Fusion Plattform; LAP4.8.1; Brian Moore MC1, diverse Ibanez, Mesa Dual Rectifier, Mesa Mark 1, Line6 POD, und n Haufen FULLTONEs
Casanovas347

Beitrag von Casanovas347 » 02 Dez 2002 - 0:04

Hey...cooler Tipp! Link kommt in meine Schaltpläne-Sammlung....werde mir diese Schaltung mal genauer unter die Lupe nehmen!

:wink: Gruzz
geminy
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Beitrag von geminy » 02 Dez 2002 - 12:00

ich habe mir einen joemeek gekauft und bin zufrieden - hatte verschiedene zum test im studio und musste feststellen das keine grossen unterschiede da waren - ich glaube das es bei einigermassen qualität (ab 500 euro) egal ist was man nimmt. das meiste spielt sich bei den käufern im kopf ab. ich habe tatsächlich keine gravierenden unterschiede feststellen können - ausser das die teilweise sehr teuren geräte im eq-bereich schwierig einzustellen sind und man schnell zu viel oder zu wenig drauftut oder der eine keinen compressor hat und der andere keinen deesser.... ab 2000 euro und mehr sollte man unterschiede wahrnehmen...
wenn einer auf focusrite schwört, verbind ihm doch mal die augen und schieb ihm einen anderen hersteller unter....ist wie mit der tasse kaffe aus der werbung - würde mich verblüffen wenn er das hört. ( ich warte schon auf die schimpfe aus den teuren studios )

;-)))
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Beitrag von Tim » 02 Dez 2002 - 12:38

Ich schwöre zwar nicht auf Focusrite, habe aber einen Trackmaster.
Preisleistung ist voll ok. Nicht zu teuer... was will man mehr.
Ich habe auch die Digital Option dazu, so kann man direkt digital in den Rechner.
• iMac i7 • 32 GB RAM • FD • Logic Pro X • RME FireFace • Macbook Pro 15" • I7 2,3 GHz • 16 GB RAM, SSD
HeiMedia
geminy
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Beitrag von geminy » 02 Dez 2002 - 14:39

stimmt tim, ich meinte das auch eher global gesehen...
je nach sänger, mikro und preamp kommt eben was bestimmtes raus...
meistens reicht es für ein demo für die plattenfirma - wer mehr will muss muchas monetas löhnen.
Antonio Mimmo
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Beitrag von Antonio Mimmo » 03 Dez 2002 - 9:32

geminy schreibt.....wer mehr will muss muchas monetas löhnen.

Also meine Meinung ist das es am Ende im Finalmix keine Sau mehr interressiert ob du in ein 20 Euro mic mit nem Behringer Vorverstärker gesungen hast oder in ein Brauner für 5000 Euro mit nem Focusrite und nem LExi Hall. Was gut klingt klingt gut. Also ich möchte mal den erleben der nachher zur Plattenfirma sagt " ich möchte 10.000 Euro Vorschuß und mehr Punkte weil mein Equipment teurer war als das von...."
Wer Asche hat kauft teures Equipment wer keine Asche hat schraubt mehr.

Ich habe persönlich die Erfahrung gemacht das es wirklich niemanden interressiert mit was oder wie du einen Track produziert oder aufgenommen hast. Am Ende zählt der Geamteindruck. Ich habe schon in Studios gearbeitet die hatten nen mixer für ne Mio ( Neve ) Outboard für ne halbe Mio und der Mix hat geklungen wie sch.......
Hendrik
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Beitrag von Hendrik » 03 Dez 2002 - 16:44

Hi,
da vertauscht du aber etwas. Natürlich kann man mit dem besten Zeug scheiße machen, wenn man es nicht richtig bedienen kann. Derjenige würde aber generel Blödsinn abliefern, ob nun mit gutem oder schlechtem Equipment. Aber, wenn man sich mit der Materie auskennt, wertet gutes Equipment fast jede Produktion auf. Damit meine ich nicht die musikalische Kreativität. Die bleibt gleich, aber ein gutes Micro incl gutem Preamp ist eine mehr als sinnvolle Investition, wenn man oft mit Vocals arbeitet.
Lieben Gruß

Hendrik
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Beitrag von geminy » 03 Dez 2002 - 21:30

ihr hab ALLE irgendwie recht - jeder hat ja auch andere ansprüche.
man kann auch mit nem besch... demo zur plattenfirma gehen - wenns ein hit ist ist es egal. wenn man andere sachen verkauft, wie zbs. gemafreie sachen oder was weiß ich wäre es schon ratsam mit gutem equipment zu arbeiten. der unterschied liegt leider nicht immer nur beim tontechniker - sonder auch beim equipment mit dem er arbeiten muss.
hör dir mal einfach deine mixe an und vergleiche sie mit guten mixen auf einer cd - dann wirst du schon hören was hier alle meinen. beim gesang ist das vielleicht nicht ganz so krass - guter gesang klingt auch über ein nicht so gutes micro geil wenn der titel gut ist und der sänger auch.
aber lass den dann mal über ein gutes kondensator mit ordentlichem preamp und compressor singen - dann weisst du was ich meine...

ich denke es ist immer so: man steht in seinem studio und schaut nicht über den rand weg - aber wenn man mal über den rand geschaut hat will man mehr davon.
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Amper
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Beitrag von Amper » 04 Dez 2002 - 0:28

Hab nen DBX386 kann ich nur empfehlen...
Is ne Röhre,hat 2 Kanäle....Softlimiting usw (sehr praktisch)....UND....hat Digitaloutput bereits onboard (bis zu 24Bit/96kHz)...dither/shaper usw alles am Start....
Wer auf die EQ oder Compressor Abteilung in einem Preamp verzichten kann,weil er es woanders mit regelt (rechner intern zb) ,oder lieber 2 Kanäle hätte,hat hier allet was man braucht....
Sound is meiner Meinung nach über jeden Zweifel erhaben....Preis liegt etwa bei 700 euro glaub ich....und er is auch echt jeden Penny wert.
Antonio Mimmo
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Beitrag von Antonio Mimmo » 04 Dez 2002 - 9:01

Ich recorde Vocals direct mit meinem "alten" Pro Tools III mit nem 888. Klingt irgendwie richtig satt aber ich werde mir trotzdem den Track One von SPL holen. Ich habe mir das Teil angehört und ich finde für den Preis ( ca.600 Euro ) findet man ausser vielleicht den Mindprint nichts vergleichbares. Dazu noch ein gutes Neumann und man braucht gar nichts mehr.....( vielleicht noch nen Hit ;-))


Gruß Toni
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vielleicht auch in Betracht ziehen

Beitrag von pyrolator » 06 Dez 2002 - 12:40

Ich persönlich benutzte ganz gerne den 5051 von TL Audio, der kostet nicht die Welt und färbt sehr schön - durchläuft 6 Röhren - klingt ziemlich "english".

Auch nicht nur für Stimme geeignet, sondern manchmal fette ich auch die Bässe damit an, oder verschaffe den Gitarren etwas Glanz.
Neutral ist der allerdings nicht.

Auch nicht so teuer ist der Trackmaster (oder Voicemaster für Stimme) von Focusrite. Der klingt neutraler aber auch gut.
Am überzeugensten fand ich bisher den Red7 von Focusrite, mit der ich in einem anderen Studio gearbeitet habe, (oder gleich die Voxbox?), aber soviel Geld konnte ich noch nicht erübrigen......

Nicht so überzeugt hat mich der Mindprint Envoice, die Färbung gefiel mir nicht so gut, ist aber bekanntlich Geschmacksache......

Grüße
pyro
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Beitrag von Robse » 08 Dez 2002 - 9:06

Hi pyrolator,

die 5051 von TLA habe ich auch gerade ins Auge gefasst. Kannst Du mir vielleicht noch etwas zu dem Gerät schreiben? Händling? Praxis? Lohnt sich die Anschaffung der optionalen Digi I/O? Und was meinst Du mit "Neutral ist er eigentlich nicht". Wie wirkt sich die Färbung aus?

Vielen Dank schon mal
Grüsse
Pzyco
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Beitrag von bollich » 08 Dez 2002 - 12:42

Antonio Mimmo hat geschrieben: Was gut klingt klingt gut. Also ich möchte mal den erleben der nachher zur Plattenfirma sagt " ich möchte 10.000 Euro Vorschuß und mehr Punkte weil mein Equipment teurer war als das von...."
Wer Asche hat kauft teures Equipment wer keine Asche hat schraubt mehr.

Ich habe persönlich die Erfahrung gemacht das es wirklich niemanden interressiert mit was oder wie du einen Track produziert oder aufgenommen hast. Am Ende zählt der Geamteindruck.
Ich bin auch der Meinung, daß es nicht auf die Summe der Investitionen, sondern die Summe der Ideen und hand(ohr-)werklichen Fähigkeiten ankommt.
Es zählt, was man daraus macht. Beispiele sind doch jedem bekannt (Trio - Casio VL-1; Kraftwerk - TI Speak&Spell, Vanessa Mae spielt auf einer Plastic-Violin :lol: ).

Ein gewisses Level an Qualität sollte bei der Aufnahme aber schon vorhanden sein, denn was man dabei nicht auf Band (oder die HD) bekommt ist definitiv futsch. :!:

Also, mehr die :hm_easter: benutzen und sich nicht auf die :hm_trooper: verlassen! :wink:
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