die GEMA...des Musikers Freund & Helfer...?

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bundeskanzler
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Beitrag von bundeskanzler » 02 Sep 2004 - 22:21

wonshu hat geschrieben:Think before you type, read before you send.
dieses Motto würde ich gerade dir besonders gerne nahe legen :wink: ...in deinem letzten Beitrag/Abrechnung/Desinformation ist die Gema noch nicht mal irgendwo in erscheinung getreten...:twisted:...aber sei´s drum

ich wollte/will mit diesem thread lediglich darauf hinweisen, daß nicht jeder Musikschaffende von der Gema profitiert...metalfish hat ein gutes und nachvollziehbares Beispiel dafür genannt, und für den Fall daß er morgen in der Zeitung liest, der beliebteste Popstar des Jahres zu sein - kann er immer noch in aller Bierruhe sein Gemamitgliedschaft beantragen...darauf hatte ja schon AmericanPsycho hingewiesen :wink: ...da entgeht einem so schnell nichts, entgegen der anders lautenden Desinformation hier in diesem thread... :twisted:

also, nochmal in aller Ruhe: es gibt durchaus gute Gründe ein Mitglied der Gema zu sein: ein Bekannter von mir hat zB. einen Tierfilm für die ARD vertont...dieser läuft seit Jahren (und noch viele kommende Jahre) kreuz & quer zwischen Norddeutschen- und Bayerischen Rundfunk hin und her, das ist schon fast so ne Art "Rente" :wink: ...

ich wünsche mir hier einfach nur Beiträge, die klar machen wann die Mitgliedschaft in der Gema sinvoll ist und wann nicht!
Zuletzt geändert von bundeskanzler am 02 Sep 2004 - 23:34, insgesamt 1-mal geändert.
Aram
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Beitrag von Aram » 02 Sep 2004 - 23:34

metalfish hat geschrieben: 1. Fakt ist, daß das Label bei der Pressung der eigenen Musik pro CD an die Gema Euronen abdrücken muss. Ich sag mal zwischen 1 Euro und 50 Cent. Da das Label ein kleines ist, gehts bei denen eher Richtung 1 Euro. Wenn ich die Vorredner richtig verstanden habe, kriegen WIR (die Band) das im drauffolgenden Jahr erstattet. Mit anderen Worten gesagt: Das Label muß bei insgesamt 2000 CDs 2000 Euro (!) mehr in die Hand nehmen durch unsere Gemaanmeldung. Diese zahlt das Label dann im Endeffekt entweder an uns aus (über die Gema (label zahlt bei Pressung an Gema, gema erstattet an Band), die sich was abknappst wenn ich die Vorredner richtg verstanden habe), oder wir müssen erst der Gema hinterherrennen, damit wir das Geld bekommen, und dann an das Label weiterleiten, um quasi die Kohle wieder da hinzupacken wo sie hingehört. Den Sinn dieser Aktion habe ich immernoch nicht verstanden?
Und dieses Geld was das Label an die GEMA zahlt, holt sich das Label später bei den Käufern wieder, so dass Ihr von den Käufern bezahlt werdet für die Kompositionen. Ein paar Prozent davon gehen als Verwaltungsgebühr u.ä. an die GEMA. Genauso läuft das auch mit allen anderen Kosten, wie z.B. Pressung, Cover, Studiomiete u.s.w..
metalfish hat geschrieben: 2. Das Label ist ein kleines, das im Endeffekt NULL daran verdient. Die Einnahmen reichen vermutlich gerade für die Unkosten (Promos verschicken, CD pressen) aus. Die machen das aus Spaß am Metal, sind alte Freunde von uns. Die Auflage ist wie gesagt 1200 für den Verkauf. Und daß die Jungs was gegen oben genanntes hatten, konnten wir verstehen und wir sehen das genauso. Hat nix mit "unprofessionell" zu tun. Eher mit "Label nebenher" und knappem Geldbeutel (2000 Euro sind eine Menge Holz finde ich). Übrigens sind wir auch weniger Gewinnorientiert...

Es ist in sofern nicht professionell, dass die ganze Konstruktion nicht auf Geldverdienen ausgerichtet ist. Ist ja okay. Aber Geld für Urheberrechte ist ebenso ein Fakt, wie die Notwendigkeit für eine Pressung zu zahlen. Und es steht Euch ja frei (was ihr ja auch macht) dem Label die GEMA gebühren zu bezahlen.
metalfish hat geschrieben: 3. Das Label verdient doch am Verkauf der CD, nicht an der Gema? wenn wir als Band die Songs bei der GEMA anmelden, kriegen doch WIR das Geld erstattet, nicht das Label? Wie sollen die also bei solch einer Kleinauflage die zusätzlichen Unkosten der Gemagebühr bei CDPressung wieder reinholen? Außer durch höhere Verkaufspreise?

Keine Ahnung. Eine CD-Produktion wird erst bei einer Verkaufzahl, die ein ganzes Stück höher ist als 1200, rentabel. Bei Kleinauflagen braucht man immer Sponsoren (in diesem Fall seit ihr es selbst). Aber das ist wieder kein GEMA-Problem: die verwalten nur die Urheberrechte (für uns Komponisten).
Für mich sind die GEMA-Gebühren ein selbstverständlicher Bestandteil von CD-Produktionskosten.

Grüße

Aram
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Beitrag von bundeskanzler » 02 Sep 2004 - 23:38

Aram hat geschrieben:Eine CD-Produktion wird erst bei einer Verkaufzahl, die ein ganzes Stück höher ist als 1200, rentabel...
aha, hab ich das nicht schon mal vor vielen Tagen gesagt...? :wink: ...eine Gemamitgliedschaft ist für diesen Fall also unrentabel... :twisted:
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Beitrag von trancekid » 03 Sep 2004 - 0:12

um mal ein paar vorteile der gema zu nennen:

1. vertritt die gema auch die uhrheberrechte der komponisten, was bei problemen mit coverversionen oder anlehnungen an andere titel bzw bearbeitungen extrem von vorteil sein kann.

2. meine letzte gemaabrechnung ende juli war 5-stellig. davon kamen ca 60% der tantiemen aus ländern, von denen ich teilweise garnicht wusste, dass titel xy da veröffentlicht wurde.
als beispiel, ne kopplung in malaysia bringt zwar nur cent-beträge, aber letztendlich machts ja die masse weltweit gesehen und den weltweiten nr 1 hit hatte ich bis jetzt noch nicht.


grundsätzlich halte ich eine mitgliedschaft in der gema durchaus für sinnvoll, da immer unverhoffter geldsegen 4x im jahr eintrifft, wenn man jetzt nur mal mit den lizenzen durch verkaufte tonträger rechnet, wie ich es tue.
wie hoch die zahlungen letztendlich ausfallen hängt ja eigentlich von jedem selbst ab.
Der frühe Vogel kann mich mal !!!
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Beitrag von bundeskanzler » 03 Sep 2004 - 0:23

trancekid hat geschrieben:...meine letzte gemaabrechnung ende juli war 5-stellig. davon kamen ca 60% der tantiemen aus ländern, von denen ich teilweise garnicht wusste, dass titel xy da veröffentlicht wurde...
Gratuliere! du kannst die Titel "xy" ruhig namentlich nennen... :wink: ...wir sind ja unter uns :wink:
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Beitrag von trancekid » 03 Sep 2004 - 0:35

kein problem:

zb. http://www.aquagen.de oder http://www.wippenberg.com

sind leider beide grad im umbau, aber ich hoffe in den nächsten tagen gibts dann das volle programm inklusive discografie.
Der frühe Vogel kann mich mal !!!
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Beitrag von bundeskanzler » 03 Sep 2004 - 0:47

trancekid hat geschrieben:zb. http://www.aquagen.de oder http://www.wippenberg.com
klingt etwas LoFi (warum eigentlich?)...aber die Nr. is gut! :wink:
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Beitrag von Aram » 03 Sep 2004 - 18:41

trancekid hat geschrieben:um mal ein paar vorteile der gema zu nennen:

1. vertritt die gema auch die uhrheberrechte der komponisten, was bei problemen mit coverversionen oder anlehnungen an andere titel bzw bearbeitungen extrem von vorteil sein kann.

Das ist die Aufgabe der GEMA.

Aram
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