Digital Performer 9 - Jemand schon ausprobiert...?

Cubase, Samplitude, Digital Performer, Sonar, und sonstige

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rumo
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Re: Digital Performer 9 - Jemand schon ausprobiert...?

Beitrag von rumo » 05 Dez 2015 - 9:27

Also ich guck mir auch gerade Cubase 8 an, und es gefällt mir weiterhin einfach überhaupt nicht... Der Dongle-Zwang ist bei der reinen DAW mMn auch etwas, das für mich als Laptop-Nutzer ein NoGo darstellt... Schade, die Plugins die mitkommen schauen allesamt recht vielversprechend aus, und MIDI geht auch gut von der Hand... Naja. Logic ist halt doch einfach ganz gut :)
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Re: Digital Performer 9 - Jemand schon ausprobiert...?

Beitrag von nevermore2k » 05 Dez 2015 - 14:13

Hab über die Optik von Cubase auch gekotzt am Anfang. Und hatte es etwas schwer mich damit anzufreunden..
..und das 8. ist das erste Cubase was ich Persönlich gut finde. Inzwischen kotze ich wenn ich Logic aufmache...

Es gibt ja für fasst jede Library schon fertige Presets, die Funktionieren. (selber welche machen ist bissl pain in the ass... das stimmt, aber geht.) hab Keyswitches mit bis zu 20 verschiedenen Artikulationen und es funktioniert sehr gut.
Dazu auch noch sehr gute Templates für Symphobia usw. Hab hier ein Setup bei dem ich jedes Instrument per Lemur gemütlich aussuchen kann auf dem ipad... und am Rechner nix machen muss. ich tippe aufm iPad auf Streicher... suche mir aus welchen Streicher ich will und welche Artikulation usw. und Cubase Switcht automatisch alles richtig hin und sucht die Spur aus.

Das selbe geht bei den andren Sequenzern so nicht.

bei 300 Spuren Templates z.b. cmd+f eingeben... zur Spuren suche.. kurz Namen eingeben oder anfangs Buchstaben.. und dann Enter drücken... zack bist auf der spur die du brauchst. ctrl + cmd+ E um das Pluginfenster von der Spur zu öffnen. usw. du kannst so unglaublich schnell Arbeiten mit dem Teil. Noten bei mehreren Instrumenten ändern... dann machst bei den Spuren kurz im Arrange Fenster selbst nen kleinen Midi Editor auf usw. sehr sehr genial...

Ansonsten ist der Mixer sehr gut. die ganzen Metering Geschichten usw. macht es echt Ordentlich. Der Midi Editor ist sorry wenn sich das jetzt komisch anhört.. Ungeschlagen. Kommt kein Logic ran, kein DP, usw.

Hört sich an wie ein Fan boy. ich weiss... war lange zeit ein Logic User... hab Templates gebaut fürs Keyswitching von VSL usw. im Environment.... sind schon kleine Monster... Logic hinkt hinterher, und zwar nicht nur um 1-2 Jahre Entwicklung... einzig der Logic Drummer, so wie er ist... ist Konkurrenzlos von seiner Funktion. Logic Script ist schon geil... aber das war wie ein Schlag in die Fresse als man festgestellt hat das man keine Midi Daten Programmatisch in eine Region schreiben kann... somit ist das ding einfach Sinnlos und viele viele dinge kann man nicht umsetzen somit... Die X Switches für die Keyswitches für den EXS24... sorry aber bei den Instrumenten braucht man echt keine Keyswitches... warum wurde da nix für Third Partys geöffnet... weills denen scheiss egal ist... vordern das schon so lange... Akkord Spuren einfach aus dem Program nehmen... joa gibt Leuts die einfach viele Songs schreiben müssen... und die Sessions dann nach nem Monat wieder aufmachen um kleine Änderungen zu machen... Wieso muss ich mir die Woanders aufschreiben jetzt ? tjoa und bei Cubase haste inzwischen Nen Quintenzirkel usw integriert... und Akkord pads... falls das einer brauchen sollte...
Oder nehmen wir mal ne Rock Produktion... wenn mal ein geiles Setup hast... kannste dir zig Spuren als 1 Preset speichern...

Wenns Große Template hast mit Orchester kruscht bla bla... tu dir nen Gefallen und nimm Cubase...
Wenns viele Elektronische Sachen machst... nimm Logic. Wegen der schieren Anzahl von Samples alleine Schon die dabei sind... und Wahrscheinlich schon Inflationär in Tausenden Produktionen genutzt wurden...

Am Schluss Arbeitet jeder anders...

Grüße
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Peter Ostry
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Re: Digital Performer 9 - Jemand schon ausprobiert...?

Beitrag von Peter Ostry » 05 Dez 2015 - 14:20

rumo hat geschrieben:Naja. Logic ist halt doch einfach ganz gut :)
Ja, Logic ist sehr gut, wer woanders hin wechseln will hat Einiges zu überlegen und muss die Balance zwischen Sympathie, Gewohnheit, technischen Gegebenheiten und dem anfangs noch nicht vorhandenen Workflow in einer anderen DAW finden. Ich habe im Web nach Meinungen von Leuten gesucht, die zwei DAWs verwenden. Glücklicherweise liefern diese User in der Regel nüchterne Beschreibungen. Die Kombinationen DP/ProTools und Logic/ProTools werden offenbar häufig eingesetzt, DP/Logic habe ich kaum gesehen. Die beiden DAWs scheinen einander ähnlich zu sein, wodurch parallele Verwendung nur Sinn macht, wenn man Projekte von Anderen übernimmt.

Ich denke, dass wir die Klassiker Logic, Cubase, Digital Performer und Pro Tools heute als technisch gleichwertig betrachten können. Sie sind in etwa gleich alt und ähnlich sorgfältig entwickelt. Halbwegs neutrale Meinungen bekommt man eigentlich nur über Digital Performer, die anderen haben Usergruppen, die an Stammeszugehörigkeit erinnern. ProTooler halten alles andere für Spielzeug, Cubaser sind Cubaser und Logic wird vom Stamm der Apfelindianer verwendet.

Aber hier geht es jetzt weniger um Psychologie und Völkerkunde, sondern um Digital Performer ...

... MIDI in DP wird allerorts hoch gelobt, ich kann das nicht nachvollziehen. Vielleicht arbeite ich noch nicht richtig damit, aber Score, Pianoroll und Automation finde ich in Logic besser. Man kann in DP zwar den MIDI Input und Output per Port wählen und manchmal zwischen Plugins/Channelstrips ohne den lästigen Umweg über einen externen Port routen, zu meiner Überraschung ist aber das MIDI Routing mit VSTs nicht wesentlich einfacher. Mir unverständlich: In die MIDI Tracks kann man keine third party MIDI Plugins einsetzen, um andere Plugins zu steuern. Zumindest habe ich noch keinen Weg dafür gefunden, bin noch mehr als in Logic an meine mittlerweile gewohnten "Container" Metaplugin und Bidule gebunden. Zumindest für die Modulation von Instrumenten hat Logic mit seinen MIDI FX Plugins und der kombinierten MIDI/Instrument Spur die Nase vorne. Andererseits scheint Digital Performer freundlicher zu Plugins zu sein und ich befürchte dort nicht, Patches der Container-Plugins durch Abstürze zu verlieren.

Gefühlsmäßig besteht für mich ein grundsätzlichen Unterschied zwischen Logic und Digital Performer und der heißt Deutschland versus Amerika. Logic bemüht sich, alles in vorgegebenen Rahmen zu halten und den User möglichst einzuschränken, um Fehlbedienung zu vermeiden. Dadurch unterstützt es wiederum die Arbeit an Details, ich möchte es fast eine "innige Beziehung" nennen, die Logic versucht, mit dem Benutzer aufzubauen. Dass die manchmal gehörig schiefgeht, ist auch logisch. Digital Performer sieht das ganz anders. Es legt einem eine riesige, mehr oder weniger frei konfigurierbare Oberfläche hin, mit der man umgeht wie man will. Digital Performer nimmt auf persönliche Arbeitsmethoden praktisch keinen Einfluss, Logic keine Rücksicht.

Für einen Logic User ist die Menge der Spuren auffällig, die man in Digital Performer braucht. MIDI- und Instrumentenspuren sind getrennt, für ein virtuelles Instrument braucht man beide. Leute mit Hardware-Effekten suchen vergeblich nach einem I/O Plugin. Dafür kann man Sends direkt an Outputs machen, was uns Logic hartnäckig verweigert. Für den Return braucht man aber einen Audio Channelstrip. So wächst die Anzahl der Kanäle in für uns ungewohnter Weise und man muss lernen, das (gut gelöste) Ein- und Ausblenden von Spuren und Channelstrips zu beherrschen.

Für mich als Logicer ist es in Digital Performer schwierig, an Details zu arbeiten. Als ob es mich nicht gerne reinlassen würde, es benimmt sich irgendwie großflächig. Andererseits habe ich den Eindruck, dass manche Projekte fertig würden, die ich in Logic wegen meiner Detailverliebtheit abbreche. Wenn ich eine Idee habe, beginne ich in Logic einfach damit und bin neugierig was rauskommt. In Digital Performer brauche ich einen Plan. Obwohl ich dieses Programm erst seit wenigen Tage verwende, glaube ich behaupten zu können, dass das nicht nur an mangelnder Routine mit der Software liegt. In DP hat man stets den Überblick, man muss ihn sogar haben, sonst gibt es Chaos und man verliert die Lust an der Arbeit. Das ist vielleicht außer der besseren Zusammenarbeit mit dem Bild ein Grund, warum Filmmusiker DP mögen. Bei denen geht ohne Plan sowieso nichts.

Vielleicht kann man die grundsätzlichen Charakteristika
der beiden Programme vereinfacht und provokativ darstellen:
Logic ist gut, wenn man sich führen lassen will.
Digital Performer ist gut, wenn man das nicht will.

———

Was meinen eventuellen DAW-Wechsel betrifft – schon längere Zeit verdächtigte ich meine interne Platte, an diversen Bugs schuld zu sein. Habe die jetzt gelöscht und durch das Backup ersetzt. Anfangs gab es keinen Unterschied, aber nachdem sie sich "eingelaufen" hat, funktionieren auf einmal einige Dinge in Logic, die vorher Schwierigkeiten bis zur Unverwendbarkeit machten. u-he und AAS Instrumente brauchen seltsamer Weise weniger CPU, was ich mir nicht erklären kann. Manche der weniger "seriösen" Plugins machen nach wie vor Schwierigkeiten, während sie in Digital Performer klaglos laufen.

Die Situation, obwohl nun besser, beruhigt mich keineswegs. Technische Gründe für fehlerhafte Verhalten sind mir mittlerweile auch ziemlich egal. Ich schaue mir Digital Performer noch an solange die Demo läuft. Danach Pro Tools. Den DAW-Wechsel mache ich davon abhängig, ob sich die Anzeichen der Destruktion in Logic wieder bemerkbar machen.
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Re: Digital Performer 9 - Jemand schon ausprobiert...?

Beitrag von nevermore2k » 05 Dez 2015 - 14:25

DP hat bestimmte features die Speziell für Film ausgelegt sind. Wäre vielleicht noch ein Weiterer Punkt.
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Re: Digital Performer 9 - Jemand schon ausprobiert...?

Beitrag von Peter Ostry » 05 Dez 2015 - 15:41

Ja, schrob ich schon und liest man überall. Es gibt auch Videos, die das demonstrieren. Wie wichtig es ist weiß ich nicht. Habe mit Film schon lange nichts mehr zu tun und eine Menge Leute (vermutlich mehr) vertonen Filme erfolgreich mit anderen Programmen. Vielleicht sind es wirklich Details, die die Arbeit mit Bildern in DP wesentlich vereinfachen/verbessern, vielleicht ist es auch nur ein allgemeiner Ruf bzw. Gruppendenken der DP-User oder Nachplappern im Internet. Ich bin ja auch mittlerweile der Meinung, dass DP für Film am besten ist und habe keine Ahnung davon. Schöne neue Welt – wir wissen einfach alles :-)
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Re: Digital Performer 9 - Jemand schon ausprobiert...?

Beitrag von rumo » 06 Dez 2015 - 12:05

@nevermore2k: Also ich werd jetzt wahrscheinlich eh etwas mit Cubase 8 (LE) arbeiten müssen, weil ich Projekte mit einem Drummer austauschen werde der unter Windows arbeitet. Bei den kleinen Steinberg-Karten ist ja immer das LE dabei, dann können wir direkt Sachen hin und her schicken. Cubase scheint mir da auch die beste Option zu sein.
Dein Setup mit den Touchscreens erinnert ein wenig an Hans Zimmer's Studio, von dem ich gerade gelesen hab. Cubase scheint für Orchester-Musik tatsächlich einfach besser zu sein, ich meine Logic hat erst mit der 10.1.1 die Spurenbegrenzung so hochgesetzt dass es für die aktuell üblichen Templates überhaupt sinnvoll zu verwenden ist. Glaube Cubase ist da trotzdem weiter, DP hat ja gar keine Spurenbegrenzung, nur der Rechner setzt das Limit. Vllt auch einer der Gründe warum Komponisten das nutzen...?
Ich bin bei Cubase halt einfach vorgeschädigt. Hab meine allerersten Aufnahmen mit der ersten Band damals mit einer (als Schüler hat man kein Geld, also...)-Version gemacht die bei jedem 2. Take abgestürzt ist. War auch glaub SX das nicht so dolle war, hab ich mir sagen lassen. Von dem anderen Kram, also diese Routing-Geschichten nutze ich eh nicht so viel, bin da nicht so der Techniker. Aber MIDI in Cubase... Jo, ist ein Wort, finde ich auch jetzt schon so spontan.

@Peter: Jo, es ist auch viel die Gewohnheit, denke ich auch. Manche Filmkomponisten meinten auch einfach, sie haben damals mit einer Uralt-DP-Version angefangen und haben es deshalb auch noch weil sie es halt kennen. Austausch von Projekten könnte auch noch ein Grund sein vllt...? Dasselbe wird evtl für die ProTools/DAW X-Kombis gelten. In Ammi-Land wird ja viel und gerne mit ProTools gearbeitet und die Sessions für Session-Musiker-Tracks hin und hergeschickt. Und da wird sicher auch der eigentlich überzeuge Logicer/DPler/Cubaser nicht ohne ProToools auskommen. Denke ich mal... Die Kombi bei Hans Zimmer ist wohl auch Cubase (unter Windows) für die Komponisten, ProTools (muss ja HD) unter Mac OS für die Recording-Menschen.
Vielen Dank auch nochmal für deine Einschätzung zu DP. Mich hat es anfangs auch wahrscheinlich eher aus psychologischen Gründen angezogen... Hübscher Startscreen, aussehen ähnlich wie Ableton Live, wirkt nicht so überfrachtet (auch wenn es dann doch eher komplex ist auf den 2. Blick). Ich glaub ich werd echt eher in Richtung Cubase gehen (müssen), falls überhaupt. DP bleibt aber trotzdem auf dem Schirm.

Studio One 3 hab ich mir auch nochmal angesehen, aber das gefällt mir nicht. Es wirkt wie ein Kinderspielzeug. Außerdem sind auf dem Mac die "Schließen"-Knöpfe rechts. Ich hab auch manchmal das Gefühl das PreSonus dafür zahlt, dass Leute sagen "Studio One -> Klasse!". So kommen zumindest manche YouTube-Videos dazu rüber...
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Re: Digital Performer 9 - Jemand schon ausprobiert...?

Beitrag von alexander » 06 Dez 2015 - 12:23

dp würde mich vor allem interessieren wegen der punches und streamers, die er ins video einblenden kann. wenn man also einen filmscore dirigiert und ohne click arbeiten möchte ist das schon eine spannende und hilfreiche sache, die so weit ich weiss keine andere daw bieten kann. aber alleine deshalb auf eine plattform umzusteigen wo man für software instrumente zwei spuren braucht fällt mir eigentlich nicht ein.

als zustätzliche plattform für recording sessions könnte dp allerdings schon interessant sein. ist dann nur die frage ob man sich das leisten möchte.

gegenwärtig bin ich mit meinen beiden plattformen logic und pro tools hd recht zufrieden. studio one habe ich auch, habs aber noch nie verwendet, einfach weil der bedarf nicht da ist und ich keine zeit hatte mich einzuarbeiten.

aber grundsätzlich hat logic so viele wirklich gute tools für musikproduktion an bord, dass man wirklich gut damit durchkommt. wenn man dann noch so etwas wie melodyne für korrekturen von aufnahmen zur verfügung hat...also ich bin ziemlich wunschlos glücklich. ich arbeite aber auch sehr gerne mit clicktracks...
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Re: Digital Performer 9 - Jemand schon ausprobiert...?

Beitrag von rumo » 07 Dez 2015 - 19:20

Hm, Cubase 8 ist echt nicht schlecht... Und das 8.5er Update sieht sogar hübsch aus
Der Mixer... Und es ist alles so funktional. Hm. Ein Glück dass ich erstens kein Geld hab und zweitens mein Audiointerface mit Cubase noch nicht unter OS 10.11 funktioniert :)
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Re: Digital Performer 9 - Jemand schon ausprobiert...?

Beitrag von fsb1 » 12 Dez 2015 - 0:38

rumo hat geschrieben:Ich hab auch manchmal das Gefühl das PreSonus dafür zahlt, dass Leute sagen "Studio One -> Klasse!". So kommen zumindest manche YouTube-Videos dazu rüber...
Naja, S1-User sind schon leidensfähig ;) Das betrifft aber nicht so sehr das Programm selbst, sondern die schon an Selbstgeiselung grenzende Erläuterungen im PreSonus-Forum, wieso, weshalb man dieses oder jenes für sinnvoll hält.

Aber Spielprogramm? Warum?

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Re: Digital Performer 9 - Jemand schon ausprobiert...?

Beitrag von rumo » 12 Dez 2015 - 22:25

Also es ist eher ein optischer Eindruck von Studio One. Ich weiß von jemand der sehr schöne Orchester-Arrangements macht und auch "nur" Studio One verwendet. Problem das ich halt habe, es sieht eher wie eine Windows-App aus, die kaum bis gar nicht für OS X angepasst wurde. Zb besagte (X) rechts statt links in den Plugin-Fenstern. Und es wirkt halt wie so vom GUI seh "einfach". Also zwar flat design aber etwas ... Nicht so toll. Nur mein Eindruck... Und für MIDI-Bearbeitung kamen soweit ich weiß erst mit der SU3 einige in anderen DAWs schon lange vorhandene MIdI-Plugins dazu.

Aber, warum verwendest du Studio One, bevorzugst du es vor Logic...? :)
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Re: Digital Performer 9 - Jemand schon ausprobiert...?

Beitrag von fsb1 » 13 Dez 2015 - 20:02

Ach, wieso, weshalb jene DAW und nicht andere, ist doch nicht entscheidend. Vielleicht stehe ich auf schlechte Bedienungsanleitungen, arrogante hanseatische "Wir-haben-die-Weisheit-gefressen" Mentalität, oder einfach nur auf eine schlechte Umsetzung des Dark-GUI-Hypes.

Wer mit Studio One umfangreiche Arrangements machen möchte, hat das falsche Programm gewählt, ab 50-60 Spuren wird man im deutschen PreSonus ohnehin gefragt, was man denn da so treibt.

Mal von den Möglichkeiten in der einen oder anderen DAW abgesehen, stellt der Mixer in Logic ein Schwachpunkt dar, so ist dieser nicht skalierbar, nicht auf einem zweiten Monitor darstellbar (ok, über das Environment schon, wenn man auf 90er-Jahre-Romatik steht), dann die Sends-Regler, die sich seit mindestens 15 Jahren nicht verändert haben, was für mich nicht bedeutet, dass diese, weil alt, optisch das absolute Novum sind.

Ich erzeuge einen neuen Midi-Track. Jawoll! Mit allem drum- und dran ... will ich aber nicht :( Im Environment wird erstmal ein GM-Instrument angelegt. Nun ja, man kann es mögen.

Dazu kommt der Austausch mit Usern, die keinen Mac nutzen, geht nicht. Mit Studio One bin ich adhoc in der Lage, so einen Song zu laden, egal welche Version, egal mit welchem OS.

Für mich ist Studio One die minimalste Möglichkeit, mit anderen Muckern über OS-Grenzen hinweg zusammenzuarbeiten. Selbst wenn auf der anderen Seite nur die S1-Free-Version läuft, kann ich die Änderungen auf der Seite mit meiner Pro-Version inkl. meiner Plugins hier laden. Keine Ahnung wie das funktioniert, aber es funktioniert! Genial, wie ich finde.

Gruß
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Re: Digital Performer 9 - Jemand schon ausprobiert...?

Beitrag von rumo » 13 Dez 2015 - 21:40

Hm, also so 200 Spuren bräuchte ich schon... :)

Den Mixer in Logic find ich ganz OK, und ich kann ihn über Fenster -> Mixer aufmachen und auf meinen Laptop-Bildschirm (der hier als 2.Bildschirm läuft) ziehen ohne Probleme. Oder was meinst du genau? Ich arbeite nie im Environment, daher kenne ich diese Mixer-Version gar nicht oder wir reden komplett aneinander vorbei :)
Ja, das der mir da immer ein GM-Piano in die Midi-Spur hat find ich auch nicht so dolle irgendwie...

Das Problem bei Logic ist mMn die aktuelle Business-Strategie unter der auch OS X leidet. Apple ist vom Mac-Rechner Hersteller eher zur iPhone/iPad-Macher geworden und hat ein anderes Haupt-Klientel. Logic soll eher die Amateure anlocken, die mit GarageBand anfangen und dann ein "tolleres" Programm möchten. Und so jemand macht schon eher die 200 EUR für Logic X locker als die 400-500 EUR für Studio One Pro, Cubase oder Konsorten. Natürlich sind zum Glück die alten Funktionen aus der "goldenen Zeit" von Logic weiterhin vorhanden, auch wenn sie wie du schon korrekt anmerkst einfach nicht so recht weiterentwickelt werden. Ich lasse mich da aber auch eines Besseren belehren, ich kratze wie gesagt bei DAWs eher an der Oberfläche. Vllt hat Logic da weiterhin in manchen Bereichen klar die Nase vorn. Es ist nur das, was ich sehe. (und ohne dass ich der Ober-Pro bin jetzt :) )

Projektaustausch... ja das Problem fängt bei mir aktuell auch an... Möchte bald mit einem Drummer Projekte hin- und herschicken. An die Möglichkeit mit der Studio One Free hab ich noch gar nicht gedacht, das hört sich in der Tat gut an. Aber ich glaub doch eher weiterhin eher in Richtung Cubase (8.5) zu schauen. Er braucht auch erstmal ne Soundkarte, und bei den Steinberg-Karten ist das LE ja immer dabei. Das sollte für Projektaustausch reichen. Außerdem brauch ich ne DAW die v.a. MIDI-fokussiert ist aber halt auch ganz gut Audio kann.

Danke für deinen Eindruck auf jeden Fall!
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Re: Digital Performer 9 - Jemand schon ausprobiert...?

Beitrag von rumo » 14 Dez 2015 - 23:32

Vllt für die hier diskutierenden ganz interessant, eben auf vi-control.net gefunden:
DAWs And Their Users
==============

CUBASE / NUENDO

Lorne Balfe(Assassin's Creed III vg, Beyond: Two Souls vg, Terminator Genisys)
Stephen Barton(Call Of Duty 4: Modern Warfare vg, Cirque Du Soleil 3D, TitanFall vg)
Thomas Bergersen(Two Steps From Hell, The Human Experience)
Joris De Man(Killzone vg, Killzone: Liberation vg, Killzone 2 vg, Killzone 3 vg)
Jason Graves (Until Dawn vg, Dead Space vg, The Order 1886 vg)
James Hannigan (Harry Potter vg, LOTR vg, Command & Conquer vg)
Paul Haslinger (Underworld series, Vacancy, Rainbow Six: Vegas vg)
Steve Jablonsky (Desperate Housewives, Transformers, A Nightmare On Elm Street)
Ian Livingstone (Battlefield 1943 vg, Batman Begins vg, Forza Motorsport 4 vg)
Trevor Morris (Dragon Age: Inquisition vg, The Hills Have Eyes 2, Army Of Two vg, The Borgias)
James Newton Howard (Signs, The Fugitive, King Kong)
Alex Pfeffer (Trailers, promos and additional music for titles such as Pacific Rim (comic-con), Gotham, Crysis 2)
Brian Tyler (Fast & Furious, Avengers: Age Of Ultron, & he's the best damn looking composer there is)
Pinar Toprak (Behind Enemy Lines II, Breaking Point)
Harry Gregson Williams (The Martian, Chronicles Of Narnia, Prometheus)
Hans Zimmer (Driving Miss Daisy, Going For Gold [TV Theme], Muppet Treasure Island, Co-wrote the Main Theme from Johnny English)


LOGIC

Klaus Badelt(POTC, Premonition, Motorstorm: Apocolypse vg)
Christophe Beck(Buffy The Vampire Slayer, The Hangover, Frozen)
Sean Callery (Bones, Homeland, 24, Elementary)
Charlie Clouser (Saw (I to VII), American Horror Story, Evolve vg)
Ramin Djawadi (Pacific Rim, Game of Thrones, Medal Of Honor vg)
David Hirschfelder (Australia, Legend Of The Guardians, The Railway Man, The Water Diviner)
Henry Jackman (X-MEN: First Class, Puss In Boots, Monsters VS Aliens)
James S. Levine (Glee, American Horror Story, The Closer)
Clint Mansell (Requiem For A Dream, Moon, Black Swan)
David Newman (The Mighty Ducks, Nutty Professor, Ice Age)
Daniel Pemberton (Little Big Planet vg, The Awakening, The Counselor)
John Powell (How To Train Your Dragon, Happy Feet, The Bourne Identity)
AR Rahman (127 Hours, Slumdog Millionaire)
Jeff Rona (God OF War vg, Phantom (2013), Homocide: Life On The Street)
Alan Silvestri (Forest Gump, Night At The Museum, Predator, The Avengers)
Alex Wurman (Anchorman, March Of The Penguins, What Doesn't Kill You)


DIGITAL PERFORMER

Marco Beltrami(Scream, Resident Evil, World War Z)
Don Davis (The Matrix Trilogy, Jurassic Park III, Behind Enemy Lines)
Alexandre Desplat(The Curious Case Of Benjamin Button, Zero Dark Thirty, HP and The Deathly Hallows)
Danny Elfman(Tim Burton, Tim Burton, Tim Burton, Batman)
Michael Giacchino (Up, Lost, Star Trek, Maui Mallard in Cold Shadow vg)
Elliot Goldenthal (Batman Forever, S.W.A.T, Alien 3)
James Horner(Avatar, Titanic, The Land Before Time, Willow)
Kenji Kawai (Ring (1998), The Sky Crawlers, Lots of Anime)
David Lawrence(High School Musical, American Pie, And a pretty nice handbag)
Dario Marianelli(Pride & Prejudice, Atonement, Eat Pray Love)
Bear McCreary(Battlestar Gallactica, Agents of S.H.I.E.L.D, The Walking Dead)
Alan Menken (Aladdin, Tangled, Beauty And The Beast)
Pat Metheny (http://www.theorchestrionproject.com/)
Guy Michelmore (Tutenstein, HULK And The Agents Of S.M.A.S.H, BBC, Nickelodeon, Disney/Marvel)
Thomas Newman (American Beauty, Shawshank Redemption, Wall-E)
Theodore Shapiro(We're The Millers, Tropic Thunder, Blades Of Glory)
Tim Thompson (The Nanny, Lassie, Charles In Charge)


PROTOOLS

Roque Baños (Evil Dead)
Deborah Lurie(9, Dear John, Safe Haven)
Dave Porter(Breaking Bad, Fat Sick And Nearly Dead, Smiley)
Mike Verta (Forbidden Warrior, "Batman - The Simulator" ride, NASA - A Human Adventure)
Lyle Workman(Superbad, Get Him To The Greek, Forgetting Sarah marshall)


ABLETON LIVE

Daniel James(Metal Gear Solid V vg, Terminator Genisys, Project Cars vg)
Cliff Martinez (Traffic, Solaris, Drive)


FINALE / SIBELIUS / PENCIL AND PAPER

Christopher Gordon (Mao's Last Dancer, Daybreakers, Master And Commander)
Howard Shore(LOTR, The Aviator, The Silence Of The Lambs)
Johnny Williams (google him if you must...)

vg = video game
(Keep 'em comin'! There are plenty more to add! :D )
http://www.vi-control.net/community/thr ... ist.35147/
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Re: Digital Performer 9 - Jemand schon ausprobiert...?

Beitrag von Peter Ostry » 14 Dez 2015 - 23:51

Klarer Fall. Ich nehm Digital Performer.
"Schatz, kommst du bald ins Bett?" —
"Ich kann nicht, im Internet hat jemand unrecht."
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Re: Digital Performer 9 - Jemand schon ausprobiert...?

Beitrag von rumo » 15 Dez 2015 - 19:40

James Horner fehlt, der verwendet definitiv Pro Tools.
Ich schwanke zwischen PT und DP... Mit Tendenz zu PT. Wenn das Lizenzmodell nicht so sch*** wäre, selbst mit EDU-Lizenz nur 12-Monate Updates. Schon schräg irgendwie...
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