Gema-Meldepflicht für reines Digitallabel

Geld mit Musik verdienen, GEMA, GVL, Labels, Verträge...

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Michael Kruck
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Gema-Meldepflicht für reines Digitallabel

Beitrag von Michael Kruck » 24 Jul 2012 - 0:47

Hallo zusammen,

ich habe mir mittlerweile nen Wolf gelesen und gesucht, und auch leider allerhand schrott gefunden. Wie dem auch sei, kann mir vielleicht jemand von euch schwarz auf weiß sagen oder gar einen Link bzw. eine vertrauenswürdige Quelle nennen, wo ich erfahre ob für ein rein digitales Label (zunächst keine Vinyl/CD/DVD Pressungen geplant) die Gema-Meldepflicht besteht?

Falls man sich dann nach einem gewissen Zeitraum doch überlegt physikalische Veröffentlichungen auf Vinyl, bei sagen wir mal erfolgreichen digitalen Releases zu machen, kann man dann ausschließlich diese nur melden, und weiterhin digitale gemafreie Veröffentlichungen haben? Also quasi nur ausgewähltes Material pressen lassen?

Oder habe ich da gar etwas völlig falsch verstanden und nur der Musikverlag unterliegt der Meldepflicht bei jedem Verkauf (wäre in meinem Fall Beatport/iTunes etc. der Verlag?) und der Künstler kann sich bzw. seine Werke melden? Aber nicht das Label selbst? Oder muss das Label die EP nur melden wenn der Künstler sagt das er bei der Gema ist und die Tracks gemeldet werden sollen/müssen?

Vielen Dank für euren Rat.
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Re: Gema-Meldepflicht für reines Digitallabel

Beitrag von teloy » 24 Jul 2012 - 1:45

...jep, falsch verstanden....

entweder du als künstler oder dein künstler, und somit auch das material das dabei produziert wird, ist gema mitglied oder nicht...

es besteht die grundanahme das dem immer so ist....
ist dem nicht so, nix gema mitgliedschaft, musst du das explit aus-respektive nachweisen....

dabei gilt das "blatt papier" und nicht die aufnahme als zu schützen...

in welcher form letztenendes vertrieben, genutzt, verfielfältigt und sonstwie ausgewertet wird, spielt dabei keine rolle...

ist es gemapflichtig zahlst du auch...anteilig auf jede kopie...ob gepresst oder heisse luft oder auch nur zur vefügung gestellt...

bist du selbst der urheber und vertreibst dich selbst und bist mitglied, geht das gar soweit das du dennoch zahlst und es letztenendes wieder ausgeschüttet bekommst....

wobei es durchaus zu bedenken gilt, das man vielleicht für den einen oder anderen content, trotz gema mitgleidschaft, sich ein gema freies alter ego ausdenkt und steif und fest behauptet das der schwager deiner nichte diesen sound im badezimmer produziert, oder besser noch in der klappse, unerkannt bleiben will oder muss und kein mitglied ist...

aber dann darf auch jeder da draussen letztlich damit machen was er will...
nicht vergessen...
es kann nur allen oder dir allein gehören...dazwischen gibts nichts....

aber fürs erste.....lass sie erst mal kommen...mach dein label auf, sei dir gewiss das du keine rechter dritter verletzt, dann kann auch nichts ernsthaftes schiefgehen und harre auf ganz blöd der dinge die da kommen....
die diskussion über individuelle befreiung wegen selbstverlegung ist überfällig.....insofern....mach und sie werden es dir dann schon nahebringen...
verdonnern können sie dich zu nichts wenn es denn deine copyrights sind oder eh nur die von gema freien freunden....
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Re: Gema-Meldepflicht für reines Digitallabel

Beitrag von Michael Kruck » 24 Jul 2012 - 11:49

teloy hat geschrieben:...jep, falsch verstanden....

entweder du als künstler oder dein künstler, und somit auch das material das dabei produziert wird, ist gema mitglied oder nicht...

es besteht die grundanahme das dem immer so ist....
ist dem nicht so, nix gema mitgliedschaft, musst du das explit aus-respektive nachweisen....
Okay, das ist ja schonmal eine positive Nachricht heute, aber ich finds cool, dass bei der Gema die Gesetze andersherum gelten "im Zweifel gegen den Angeklagten", aber nun gut, was nützt das wundern, muss ich akzeptieren. Weißt du wie so ein Nachweis im "Ernstfall" aussieht?
teloy hat geschrieben:ist es gemapflichtig zahlst du auch...anteilig auf jede kopie...ob gepresst oder heisse luft oder auch nur zur vefügung gestellt...
... die diskussion über individuelle befreiung wegen selbstverlegung ist überfällig.....insofern....mach und sie werden es dir dann schon nahebringen...
verdonnern können sie dich zu nichts wenn es denn deine copyrights sind oder eh nur die von gema freien freunden....
Das würde bedeuten der Artist wäre dann verpflichtet mir zu sagen ob er Gema-Mitglied ist, bzw ich bin verpflichtet danach zu fragen?! Ich würde dieses dann im Fall der Fälle dem Vertrieb melden bzw. können die mir dann weitere Auskunft darüber geben, wie vorgegangen werden muss? Was wäre denn in dem Fall, wenn der jenige plötzlich nach einem Release entscheidet der Gema beizutreten, gilt das dann auch rückwirkend und ich bin dann der dumme?
teloy hat geschrieben:aber dann darf auch jeder da draussen letztlich damit machen was er will...
nicht vergessen...
es kann nur allen oder dir allein gehören...dazwischen gibts nichts....
Dessen bin ich mir bewusst, aber wie ich schonmal an anderer Stelle sagte, traue ich der Gema nicht zu, das Geld in diesem Genre an der richtigen Stelle auszuschütten, und ich werde keine Gebühren zahlen, damit jemand anders diese kassiert. Und das ich mir "Sorgen" machen muss um etwaige Radio Plays oder sonstige öffentliche Aufführungen, davon bin ich zu weit entfernt.
teloy hat geschrieben:...wenn es denn deine copyrights sind oder eh nur die von gema freien freunden....
Sollte ich das dann besser vertraglich fixieren, oder sollte ich mir da nicht so viele Sorgen machen?!
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Re: Gema-Meldepflicht für reines Digitallabel

Beitrag von teloy » 24 Jul 2012 - 12:27

...ja nun, um das geld das bei konkreten vertrieblichkeiten umgesetzt wird muss du dir keine sorgen machen...bei airplay und sales gibt es keinen das landet in den falschen händen faktor....da ist dann schon jeder penny für den ders verdient hat....

und ja, es gilt immer personengebunden.....wird eine person mitglied, dann gilt deren schaffen unbhängig vom zeitraum als gema content...also auch rückwirkend....

ich kann dich aber beruhigen....bei mir, mit filmmusiken und so kam ich ja nicht drum rum, aber für meinen ganzen alten technokram auf vinyl, habe ich bis heute, zehn jahre später, nicht wirklich adäquate abrechnungen gesehen...

und da verkaufte man noch ein paar tausend stück....

du wärst die erste kleine technoklitsche die da alles richtig macht...
und selbst local heros hier in berlin können in dieser sparte gema nicht buchstabieren....geschweige denn eine mitgliedsnummer vorweisen...

mach einen auf creative commons....und lass dich freistellen....und wie as von statten geht, lässt du dir wie gesagt ganz blöd von denen erklären, wenn sie denn auf dich zukommen....

du solltest nur deine artists zuvor davon in kenntnis setzen....
ims schlimmsten fall musst du rückwirkend ein paar prozent deiner umsätze abführen....aber so ein paar prozent solltest du eh immer als rücklage betrachten....
also keine bange, da kommt kein ruinöser klopper....

ohne physikalische verfielfältigung ist auf jeden fall erstmal nichts da was du blechen müsstest....

wenn ein track dann doch mal so richtig durch die decke geht kannst du das ganze ja nochmal überdenken.....respektive kommt dann eh auch schnell mal ein verlag und sagt hey, wir machen das....
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Re: Gema-Meldepflicht für reines Digitallabel

Beitrag von Michael Kruck » 24 Jul 2012 - 21:16

teloy hat geschrieben:...ja nun, um das geld das bei konkreten vertrieblichkeiten umgesetzt wird muss du dir keine sorgen machen...bei airplay und sales gibt es keinen das landet in den falschen händen faktor....da ist dann schon jeder penny für den ders verdient hat....
Stimmt, hast recht... Radio war ein dummes Beispiel im Eifer des Gefechts nicht drüber nachgedacht...

teloy hat geschrieben:und ja, es gilt immer personengebunden.....wird eine person mitglied, dann gilt deren schaffen unbhängig vom zeitraum als gema content...also auch rückwirkend....
Na klasse, und wieder eine tolle Nachricht, also sollte ich sowas direkt mit "meinen" Artists klären.

teloy hat geschrieben:ich kann dich aber beruhigen....bei mir, mit filmmusiken und so kam ich ja nicht drum rum, aber für meinen ganzen alten technokram auf vinyl, habe ich bis heute, zehn jahre später, nicht wirklich adäquate abrechnungen gesehen...

und da verkaufte man noch ein paar tausend stück....
Davon gehe ich aus, immerhin wieder ein kleiner Lichtblick! Sag mal du magst mir nicht zufällig dein altes Pseudonym verraten?! Nicht das ich am Ende noch Platten von dir habe und weiß es nicht, wollte dich das schonmal in irgendeinem Thread fragen :)

teloy hat geschrieben:du wärst die erste kleine technoklitsche die da alles richtig macht...
und selbst local heros hier in berlin können in dieser sparte gema nicht buchstabieren....geschweige denn eine mitgliedsnummer vorweisen...
Hahaha, das glaub ich dir sofort, mit den wenigen Leuten mit denen ich bisher darüber gesprochen habe, hatte ich auch meist den Eindruck sie wissen gar nicht was sie da tun, aber irgendwie funktioniert es trotzdem :D Ne mal Spaß beiseite, klar werd ich auch Fehler machen, bleibt nicht aus, aber ich will so viel wie geht im Vorfeld vermeiden, habe schon genug Lehrgeld für mein "Hobby" gezahlt...
teloy hat geschrieben:ims schlimmsten fall musst du rückwirkend ein paar prozent deiner umsätze abführen....aber so ein paar prozent solltest du eh immer als rücklage betrachten....
also keine bange, da kommt kein ruinöser klopper....
Also keine Strafe a la Steuerhinterzieher und ich bin dann mein "Privatvermögen" los?! Sondern nur eine Nachzahlung dessen Betrag ich hätte wenn ich es direkt angemeldet hätte eh zahlen müssen?


Vielen Dank schonmal für all deine Ratschläge! :)
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Re: Gema-Meldepflicht für reines Digitallabel

Beitrag von MarkusH » 24 Jul 2012 - 23:48

Michael Kruck hat geschrieben:Na klasse, und wieder eine tolle Nachricht, also sollte ich sowas direkt mit "meinen" Artists klären.
Da gibt es nicht viel zu klären - eine Klausel, nach der jemand sich einer künftigen Mitgliedschaft bei der GEMA zu enthalten hätte, wäre glatt sittenwidrig und damit unwirksam.

Auch irgendwelche Refundierungsklauseln (z.B. wenn du GEMA-Mitglied wirst, zahlst Du was, weil ich dann für die Nutzung zahlen muss, die ich dir schon pauschal eingekreist habe) dürften vor Gericht alt aussehen.

(ich lass mal die juristische Begründung weg)

So lange jemand nicht GEMA Mitglied ist, genügt es der GEMA seinen Namen, seine Anschrift (und allenfalls noch sein Geburtsdatum und -Ort wenn es ein Allerweltsname wäre) mitzuteilen und die Erklärung, dass die Musik von dieser Person alleine komponiert wurde.
Wenn derjenige sich dann anders entscheidet, ist's halt dumm gelaufen.
Grundsätzlich solte man meiner Meinung nach alle Kalkulationen mit GEMA anstellen - das ist professionell und erspart so manche Diskussion mit Preisdumpern. Was man ohne GEMA am Anfang sparen könnte, entgeht einem früher oder später an guten Geschäften (und man merkt es vielleicht nicht einmal).
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Re: Gema-Meldepflicht für reines Digitallabel

Beitrag von Michael Kruck » 25 Jul 2012 - 9:23

MarkusH hat geschrieben:Da gibt es nicht viel zu klären - eine Klausel, nach der jemand sich einer künftigen Mitgliedschaft bei der GEMA zu enthalten hätte, wäre glatt sittenwidrig und damit unwirksam.

Auch irgendwelche Refundierungsklauseln (z.B. wenn du GEMA-Mitglied wirst, zahlst Du was, weil ich dann für die Nutzung zahlen muss, die ich dir schon pauschal eingekreist habe) dürften vor Gericht alt aussehen.

(ich lass mal die juristische Begründung weg)
Stimmt, das habe ich so gar nicht bedacht, da hast du natürlich absolut recht mit! Mir geht es auch nicht drum das ich mich um Gebühren drücken will, wenn sie sinnvoll und/oder nötig sind. Mir geht es nur darum, was passiert, wenn der Artist irgendwann später Mitglied wird, mir nicht Bescheid sagt, ich also nichts davon weiß und ich mich bzw. mein Label sich nicht freiwillig meldet. Bekomme ich dann eine dicke Strafe, oder zahle ich einfach nur nach, möglicherweise für ein schlecht gelaufenes Release? In Deutschlad heisst es ja immer so schön "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht."

Generell hast du nicht unrecht, aber in dem Bereich wo ich mich bewege ist Gema eine absolute Grauzone.
MarkusH hat geschrieben:Was man ohne GEMA am Anfang sparen könnte, entgeht einem früher oder später an guten Geschäften (und man merkt es vielleicht nicht einmal).
Hast du hierfür vielleicht einen Anwendungsfall der im Bereich Techno (und ich meine wirklich Techno, nicht was in irgendwelchen Großraumdissen läuft) passen könnte?
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Re: Gema-Meldepflicht für reines Digitallabel

Beitrag von MarkusH » 25 Jul 2012 - 10:14

Naja - mit Techno kenne ich mich natürlich garnicht aus.
Aber grundsätzlich ist es so, dass Musik weder im Rundfunk gespielt wird, noch als Filmmusik in ernsthaften Produktionen (auch TV) in Betracht kommt, wenn keine GEMA, ISRC, LC bekannt sind, die eine Lizenzierung irgendwie ermöglichen würden.
Geschäfte in der Grauzone sind andere......

Und dass ein Technotrack nicht auch mal als wichtiger szenischer Bestandteil eines Films genutzt werden könnte - und sei er noch so speziell - kann man kaum sagen.
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Re: Gema-Meldepflicht für reines Digitallabel

Beitrag von teloy » 25 Jul 2012 - 11:53

...bei einsatz im film kommt zuerst immer die freigabe anfrage....
da verpasst man also nichts, denn nachmelden kann man immer...

und nein, es gibt defintiv keine konzessionalstrafen seitens der gema...
lediglich die reellen beträge werden nachgefordert...
das kann sich, wenns mal abgeht mit einer nummer, aber schnell summieren...
also, wie gesagt, rücklagen nicht vergessen...

und das nicht gemeldete musik grundsätzlich keine radioeinsätze hat, ist nicht korrekt....ich schlamper die letzten 24 monate ziemlich rum mit meinen werksanmeldungen und habe mit zwei solchen "gibts noch gar nicht"-tracks durchaus das eine oder andere airplay....sogar öffentlich rechtlich...
und hey, solange ich es dieses jahr noch schaffe alle tracks anzumelden, sehe ich sogar auch noch rückwirkend geld dafür....zumindest bei den stationen die wirklich sendelisten führen....was längst nicht alle tun wie sie sollten...
von internet radio ganz zu schweigen...

... lediglich die stationen die ihre mit mediacontrol lizenzoptimierten rabatt playlists rauf und runter dudeln, lassen sowas aussen vor....aber da kommst du auch mit ner werksnummer und nem lc nicht rein....

da verpasst man wirklich nichts....und wenn man mal ehrlich ist macht airplay aber auch erst in der ecke wirklich geld...wenn ein track hundert mal in einem jahr im radio gelaufen ist, ist das gerade mal für den hohlen zahn...

und für subculture faceless mehr oder minder instrumental techno muss man sich da echt nicht stressen...das da mal was in eine ernsthafte verwertung rutscht, passiert nur alle jubeljahre...
ohne hooks geht da eigendlich nichts....

...alors danse....ein bisschen arkordion und stimme über der pumpe muss dann schon sein....
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Re: Gema-Meldepflicht für reines Digitallabel

Beitrag von Michael Kruck » 25 Jul 2012 - 16:07

Sehr schön!! So habe ich mir das auch gedacht... Vielen Dank euch beiden fürs Feedback, vor allem wie immer dir teloy! ;) btw. ich hätte noch gerne dein Pseudonym gewusst :P
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Re: Gema-Meldepflicht für reines Digitallabel

Beitrag von GoaSkin » 02 Sep 2012 - 16:52

Ich werde demnächst auch wieder eine Digital-Label Homepage online setzen. Mein Zeug hatte ich zuvor bei Twisted Sessions rumliegen, doch das Portal wurde abgeschaltet.

Ich werde das so machen, dass ich die Werke unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlichen werde, die zunächst eine kommerzielle Verwertung ausschließt und die MP3-Downloads auch entsprechend taggen.

Allerdings werde ich auch darauf hinweisen, dass man mich kontaktieren soll, falls Interesse an einer kommerziellen Verwertung (z.B. Werbung, Film) besteht und ich das gewünschte Werk dann ggf. für den einzelnen Nutzer unter einer anderen Lizenz anbiete.

Ganz nach dem Prinzip: Wer etwas nur hören möchte, kann sich die Sachen anonym downloaden und wer mehr möchte, soll sich melden.

Was die GEMA betrifft, werde ich nur kurz in den Disclaimer schreiben, dass niemand ein GEMA-Mitglied ist, der an der Produktion der Werke beteiligt ist.

Falls die GEMA per Anfrage wissen will, wer das im Einzelnen ist, soll sie es meinetwegen erfahren. Bislang forderte die GEMA aufgrund der GEMA-Vermutung noch von niemandem direkt Geld, sondern nur die Nennung der Namen (oder andernfalls die Zahlung von Gebühren).

Selbst wenn die GEMA das Recht hat, zu erfahren, wer sich hinter den Liedern verbirgt, heisst das noch lange nicht, dass man der ganzen Welt die Namen nennen muss.
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Re: Gema-Meldepflicht für reines Digitallabel

Beitrag von Michael Kruck » 14 Jan 2013 - 20:51

Moin zusammen, auf dem Weg zum eigenen kleinen Label steht jetzt nun nicht mehr viel im Wege. Lediglich drei Kleinigkeiten aus dem Vertriebsvertrag sind mir etwas unklar. Vielleicht kann ja der ein oder andere Sachkundige hier mir mit seiner Antwort die Wartezeit auf die Antwort vom Vertrieb ein wenig verkürzen. :) Vorweg, wir haben uns zunächst für die GEMA-freie Variante entschieden.
Als maßgeblicher Nettoerlös gelten die an dig dis! abgerechnete und vereinnahmte Nettoeinkünfte (ohne Umsatzsteuer) abzüglich der gegebenenfalls gesondert von dig dis! abzuführenden Vervielfältigungs-, Urheber- und Verlagsabgaben (z.B. GEMA).
Meine Künstler und ich sind nicht in der GEMA, worauf genau beziehen sich diese Abgaben dann?
dig dis! ist berechtigt, den Abzug der Vervielfältigungs-, Urheber- und Verlagsabgaben (z.B. GEMA) in pauschaler Form in Höhe von zur Zeit 8 % des jeweiligen Endkonsumentenpreises vorzunehmen.
Bedeutet das, dass dig dis! generell noch einmal 8% des Endkonsumentenpreises für diese Abgaben abzieht, egal ob man GEMA-Mitglied ist oder nicht?
Mit der Bezahlung dieser Vergütung sind sämtliche Ansprüche des Lizenzgebers aus der in diesem Vertrag geregelten Einräumung von Verwertungsrechten abgegolten.
Auf welche Ansprüche genau verzichten wir mit der Zahlung dieser Pauschale?

Oder sind diese Punkte für GEMA-freie Labels und Künstler sowieso irrelevant?
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Re: Gema-Meldepflicht für reines Digitallabel

Beitrag von teloy » 15 Jan 2013 - 22:53

...sorry, aber diese fragen kann dir nur dig dis beantworten....wer immer das ist....

warscheinlich irgendein möchtegern beatport.....
ich muss dir leider sagen das du den vertrieb über solcherlei gates getrost auch lassen kannst.....

entweder du machst gute öffentlichkeitsarbeit da draussen und die leute kommen eh zu dir direkt oder die zwei copies die du mehr verkaufst im portal gehen drauf fürs portal....

felusch hatte kürzlich einen guten tip....official fm....

die intressiert es nicht wer wie was....die stellen dir lediglich einen wirklich nützlichen promoapparat und eine bezahlungsabwicklung zur verfügung und wollen fünf euro von dir, niemals mahr niemals weniger, ab einem umsatz von dreissig euro im monat....etwas faireres, freieres kenne ich dieser tage nicht...

wenn dein label keine eigene page hat, die vollverlinkt mit fb und co ständig heisse lebenszeichen von sich gibt....und einen email verteiler...ist das alles recht hoffnungslos.....
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Re: Gema-Meldepflicht für reines Digitallabel

Beitrag von sineVibez » 15 Jan 2013 - 23:01

teloy hat geschrieben:wenn dein label keine eigene page hat, die vollverlinkt mit fb und co ständig heisse lebenszeichen von sich gibt....
und einen email verteiler...ist das alles recht hoffnungslos.....
yepp ... doch teloy ... irgendwie und irgendwann muß man damit halt anfangen ...
"Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut" ... wie man hier so schön sagt.

Es dauert alles seine Zeit bis so ein Label steht, professionel rüberkommt und den gewissen Output hat.
Aber ganz ehrlich ... Labels gibt es wie Sand am Meer ... bald jeder 3te Artist meint, er muß neben seinen Tracks
gleich noch nen "Underground"-Label gründen ...
Das Thema hatten wir letztes Jahr doch schon mal ... in ähnlicher Form ...

Persönlich sehe ich in Labelgründung zwecks Release eigener Tracks und von Kumbels keinen Sinn.
Die Zeit die man da rein steckt ... ist mit Mukke machen und Live-Gigs sinnvoller & spaßiger investiert ...

just my 2 cents ...
le Mac, le krims & le krams -> le musique ...
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Re: Gema-Meldepflicht für reines Digitallabel

Beitrag von Michael Kruck » 15 Jan 2013 - 23:34

Die sind das: http://digdis.de/labels/ Für unser Genre gesprochen sind dort auch nicht nur kleine Labels im Vertrieb. Vinylmäßig arbeiten die halt mit Straight zusammen, so habe ich die auch gefunden, da ich halt ziemlich viele Platten mit Straight Logo im Case hatte. ;) Ebenfalls mit deren Verlag scheinen die nicht so schlecht aufgestellt zu sein, aber das kommt ja für uns ohne GEMA eh nicht in Frage... Und egal wer sich wie viel wovon einsteckt, ohne Beatport, JunoDownload und iTunes brauchen wir gar nicht starten. Beatport ist für den Bereich der Musik DAS Monopol, und das wissen die auch natürlich leider...
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