Unterschiedliche DAW Pegel ?!

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analog010101
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Unterschiedliche DAW Pegel ?!

Beitrag von analog010101 » 09 Nov 2018 - 15:17

Hallo. allerseits, ich hoffe dies hier ist der richtige Bereich für eine kleine Frage.

Mir ist gestern in Logic Pro X aufgefallen, das eine File die ich aus Ableton mit -0,6db gerendert habe, in Logic plötzlich mit +2.8db abgespielt wird.
Ich schätze mal dass das am Pan Law liegt? Ich habe -3 Kompensiert eingestellt, als Standart.. Ableton feuert die Datei aber mit -0.6db ab wenn ich sie reinziehe!
Mir is dann aufgefallen das ich in Ableton wie folgt hergehen kann: Ich mache aus dem Titel 2 Kanäle und pan dann einen ganz nach Links und einen nach Rechts und gruppiere es dann, so komme ich auch da auch auf +2.8db Gruppenpegel.

Kann dies womöglich der Grund sein, das ich immer das Gefühl habe, das ich in Logic Pro X "weiter" & "lauter" klinge?! Sprich sollte ich mal wieder was in Ableton machen wäre es womöglich schlau, diese Taktik mit 2 Kanälen zu nutzen um den Kanal zu verstärken?!
Ist aber irgendwie blöd für jeden Kanal dann 2 anzulegen..dann habe ich ja Zukünftig quasi immer doppelt soviel Spuren :D

Frage 2 wäre, weiss hier jemand, was genau der Soft Distortion Mode im Compressor ist? Eine Art Tape oder? Sowas hätte ich nämlich gern für Ableton :)
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muki
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Re: Unterschiedliche DAW Pegel ?!

Beitrag von muki » 09 Nov 2018 - 15:54

wir hatten im juli einen thread bez logics pegelanzeigen

https://www.logicuser.de/forum/viewtopi ... 55&t=74188

vielleicht etwas aehnliches, wie deine beobachtungen?
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bitzone
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Re: Unterschiedliche DAW Pegel ?!

Beitrag von bitzone » 09 Nov 2018 - 16:02

muki hat geschrieben:
09 Nov 2018 - 15:54
vielleicht etwas aehnliches, wie deine beobachtungen?
Das könnte dann so sein, wenn Ableton nicht True Peak misst, Logic aber wohl.
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Re: Unterschiedliche DAW Pegel ?!

Beitrag von Geheimagent » 09 Nov 2018 - 16:21

An welcher Stelle misst Du mit was für einer Pegelanzeige? Da kann es auch schon zu Unterschieden kommen.
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analog010101
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Re: Unterschiedliche DAW Pegel ?!

Beitrag von analog010101 » 09 Nov 2018 - 20:42

Geheimagent hat geschrieben:
09 Nov 2018 - 16:21
An welcher Stelle misst Du mit was für einer Pegelanzeige? Da kann es auch schon zu Unterschieden kommen.
Na auf dem Master Bus, sowie dem Kanal auf dem der Track läuft. Beides ist Standart 0db eingestellt.
Ich habe irgendwie das Gefühl das Logic das Signal pushed, wie ein analoges Mischpult.. Weil eine Datei die ich in Logic per Limiter auf -0.3db abschließe, zeigt es in Ableton dann auch -0.3db an im Kanal und Master, Logic springt aber wieder in die 3db+ :roll:
Wie ich bereits sagte, ich wiederhole mich nicht.
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Re: Unterschiedliche DAW Pegel ?!

Beitrag von Pedda » 10 Nov 2018 - 14:05

Hi !

Ich hatte einige Zeit auch meine Probleme mit der Pegeltechnik in Logic. Aktuell arbeite ich nach folgendem Prinzip und fahre damit eigentlich recht gut.

Zu dem Thema habe ich mal einen kleinen "Workshop" erstellt: (Vielleicht hilft das jemandem weiter.)

http://www.cms-sounddesign.de/page80.html

Gruß/Peter
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Re: Unterschiedliche DAW Pegel ?!

Beitrag von Peter Ostry » 10 Nov 2018 - 15:07

Pedda hat geschrieben:
10 Nov 2018 - 14:05
Zu dem Thema habe ich mal einen kleinen "Workshop" erstellt
In dem Workshop sind zwei Fehler bzw. ungünstige Vorgangsweisen.

1. Das Ablesens des maximalen Levels ist kein Nominalpegel, sondern einfach der lauteste Ton in einer Spur. Dieser Wert ist meist irrelevant für den Mix. Ich empfehle dir eine andere Methode: Lass den Song mit dem normalen Post Fader Metering laufen und stell die Kanalpegel von Logic so ein, dass der Mix so ausgewogen wie möglich klingt und am Masterbus (oder Ausgang) genug Reserve zum Arbeiten bleibt. Durchaus gleich mit Panning. Das ergibt einen Rohmix, die Faderwerte kannst du dann in Gain Plugins oder in den Spurpegel übernehmen und alle Kanalfader wieder auf Null stellen. Praktisch die Simulation des Ablaufes an einem Mischpult mit Trimreglern, nur umständlicher, weil wir keine Trimregler haben.

2. Ein Mastering Engineer braucht keine 6 dB Headroom. Er hat Volumenregler und weiß damit umzugehen. Du kannst aussteuern wie du willst, natürlich nicht clippen.
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Re: Unterschiedliche DAW Pegel ?!

Beitrag von Geheimagent » 10 Nov 2018 - 15:16

analog010101 hat geschrieben:
09 Nov 2018 - 20:42
Geheimagent hat geschrieben:
09 Nov 2018 - 16:21
An welcher Stelle misst Du mit was für einer Pegelanzeige? Da kann es auch schon zu Unterschieden kommen.
Na auf dem Master Bus, sowie dem Kanal auf dem der Track läuft. Beides ist Standart 0db eingestellt.
Ich habe irgendwie das Gefühl das Logic das Signal pushed, wie ein analoges Mischpult.. Weil eine Datei die ich in Logic per Limiter auf -0.3db abschließe, zeigt es in Ableton dann auch -0.3db an im Kanal und Master, Logic springt aber wieder in die 3db+ :roll:
Mess mal auf dem Masterbus mit einer zuverlässigen Pegelanzeige in beiden DAW's. z.B. mit der Freeware HOFA 4U Meter, Fader & MS-Pan https://hofa-plugins.de/plugins/4u/
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Re: Unterschiedliche DAW Pegel ?!

Beitrag von Pedda » 10 Nov 2018 - 15:41

. Das Ablesens des maximalen Levels ist kein Nominalpegel, sondern einfach der lauteste Ton in einer Spur.
Der Nominalpegel (Arbeitspegel) ist normalerweise als 0dB Linie definiert. Senkt man den Nominalpegel (was bei 24Bit kein gravierendes Problem darstellt) erhält man systemisch mehr Headroom. Das ist eigentlich der Grundgedanke der Vorgehensweise.
. Ein Mastering Engineer braucht keine 6 dB Headroom. Er hat Volumenregler und weiß damit umzugehen. Du kannst aussteuern wie du willst, natürlich nicht clippen.
Im Workshop habe ich 6dB Dynamik angesprochen, nicht 6dB Headroom. Das kann aber im Text-Kontext falsch verstanden werden, da es ungünstig formuliert ist. Das werde ich nochmal umformulieren.

Gruß ... und Danke für`s Statement.

Peter
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Re: Unterschiedliche DAW Pegel ?!

Beitrag von Geheimagent » 12 Nov 2018 - 11:15

Ich habe den Artikel mal durchgelesen. Grob gesagt ist dann doch alles viel zu laut. Ein Blick auf den Master Regler würde reichen, um zu wissen, dass der Pegel im roten Bereich ist. Das ist mir schleierhaft, dass einige Kollegen das nicht berücksichtigen, liegt da vielleicht ein Fenster drüber, was die Anzeige verdeckt?
Einzelsignal können natürlich auch übersteuert sein, insbesondere, wenn man so aufnimmt wie man abmischt. (dass alle LEDs leuchten), da hilft dann aber auch kein runterregeln der Regionen.
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Re: Unterschiedliche DAW Pegel ?!

Beitrag von hugoderwolf » 12 Nov 2018 - 19:47

Pedda hat geschrieben:
10 Nov 2018 - 15:41
Im Workshop habe ich 6dB Dynamik angesprochen, nicht 6dB Headroom. Das kann aber im Text-Kontext falsch verstanden werden, da es ungünstig formuliert ist. Das werde ich nochmal umformulieren.
Was meinst du denn mit 6dB Dynamik genau? Schon ein kurzes Überfliegen erweckt stark den Eindruck, dass du hier einfach mit irgendwelchen Begrifflichkeiten herumhantierst (Nominalpegel, Dynamik), die du überhaupt nicht verstehst. Außerdem scheinst du die Skalenbeschriftung im Logic-Mixer ganz einfach nicht gerafft zu haben:
Der "0dB" Bereich liegt in Wirklichkeit bei einem Maximum von "zwischen -12 bis -15dB".
Das ganz links ist die Skala des Faders, das direkt am Peakmeter die Beschriftung eben dieses Meters. Dass der Fader bei 0dB-Stellung ungefähr da ist, wo der Peakmeter -15 dB anzeigt, ist reiner Zufall. Mit so einem schlecht recherchierten Stück dürftest du deinen Lesern einen ziemlichen Bärendienst erweisen.
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Re: Unterschiedliche DAW Pegel ?!

Beitrag von analog010101 » 12 Nov 2018 - 21:32

Ich denke mal er meint RMS Pegel, da sollte man ja als Mastering Studio doch mindestens 6db Freiraum haben. Als ich früher meinen Dienst hatte, war mit egal ob ich ein 0db Song bekomme, solange der Compressor oder Limiter nicht das ganze RMS bzw. die Durchschnittslautstärke auf maximum gedrückt hat, kann man "alles" mastern.
Das bei 0db -15db angezeigt werden ist aber wirklich reiner Zufall und liegt ebenso daran wie der Sound ausgesteuert ist.. RMS/ Spitzenpegel sind ja immer unterschiedlich.

:arrow: Zum Thema: Ich war leider etwas unvorsichtig, ich habe Logic so eingestellt das es mir Audio Files direkt "Flexed" damit es im Beat is, wenn ich Loops reinziehe. Das scheint sich so zu verhalten, das hierdurch der Pegel um ca. 3db gepushed wird..sobald ich Flex ausschalte ist eine File in Ableton wie in Logic bei -0.2db - Wenn sie mit -0.2 gerendert wurde, somit alles gut und Thema eigentlich nun geklärt :)

Aber vielleicht gut für einige zu wissen, das es bei Flex der Pegel verändert wird.
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Re: Unterschiedliche DAW Pegel ?!

Beitrag von hugoderwolf » 13 Nov 2018 - 7:58

Kannst ja mal versuchen, einen Bounce mit -6dB RMS zum Mastering zu geben. Vielleicht ein guter Test. Wenn dir der Ing das nicht links und rechts um die Ohren haut, such dir besser einen anderen. :mrgreen:
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Re: Unterschiedliche DAW Pegel ?!

Beitrag von kmb » 13 Nov 2018 - 9:34

hugoderwolf hat geschrieben:
12 Nov 2018 - 19:47
(...) die du überhaupt nicht verstehst
(...)scheinst du (...) nicht gerafft zu haben
Lieber Moderator hugo,
ich vermisse das "moderat" in deiner Funktionsbezeichnung.
Unabhängig vom technischen Kontext könnte man Dinge ansprechen, ohne persönlich zu werden und das Gegenüber zu verletzen.

Das würde sicher viele Leser freuen.

Danke
Klaus
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Re: Unterschiedliche DAW Pegel ?!

Beitrag von hugoderwolf » 13 Nov 2018 - 19:54

kmb hat geschrieben:
13 Nov 2018 - 9:34
Lieber Moderator hugo,
ich vermisse das "moderat" in deiner Funktionsbezeichnung.
Unabhängig vom technischen Kontext könnte man Dinge ansprechen, ohne persönlich zu werden und das Gegenüber zu verletzen.
Du hast recht. :oops:

Pedda, entschuldige bitte! Manchmal geht es mit mir durch. (hallo

Bei der Kritik bleibt es aber: du setzt mit deinem Artikel leider ziemlich viel Falsches in die Welt, und das wird eher für mehr Verwirrung als für Aufklärung sorgen. Das mit den Pegeln ist insbesondere im Digitalen gerne recht verwirrend und es halten sich hartnäckig so einige Fehlschlüsse (deiner ist aber tatsächlich ein erfrischender Neuzugang).
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