Klark Clones werden verramscht

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Häschen
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Re: Klark Clones werden verramscht

Beitrag von Häschen » 01 Dez 2018 - 13:31

Na, ja bei dem niedrigen Preis, kann mans ja selber mal testen. :mrgreen:
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Stephan S
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Re: Klark Clones werden verramscht

Beitrag von Stephan S » 01 Dez 2018 - 14:07

Und bei Gearslutz so: "Ich hör' keinen Unterschied (zu den teuren Clones, aka Original) auf den RoKits im Schlafzimmer- muss geil sein."

Seit jeher gilt bei Insert Effekten:
Wenn man sie in den Signalweg tut sollte das Signal zunächst mal im aktiven Durchlauf nicht wesentlich schlechter werden als es vorher war. Es sei denn, die Verschlechterung ist Absicht. Genau hier unterscheiden sich die Originale von den meisten Clones. Ursprünglich als Werkzeuge zur möglichst unverfälschten Anpassung von Signalen gedacht, sind diese billigen Kopien Alibi und Kompensation (um nicht zu schreiben Plastik- Schwanzverlängerung), gerissen designte und vermarktete Verstümmeler, deren Zielgruppe dorthin manipuliert wurde die kümmerlichen Resultate als gut und wertig zu befinden. Und es ist völlig legitim dieses Zeug zu kaufen und die eigenen Produkte immer undurchsichtiger zu machen wenn's denn so gewünscht ist. Für Dienstleister ist das nix. Genausowenig wie der Akkuschrauber oder die Teflonpfanne aus'm Chinamarkt für 9,90.
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Reglerschieber
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Re: Klark Clones werden verramscht

Beitrag von Reglerschieber » 01 Dez 2018 - 15:14

ah, die Selbstdarsteller laufen wieder zur Hochform auf.
Warum immer nur zuschauen, wenn andere feiern.
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Re: Klark Clones werden verramscht

Beitrag von wirehead » 01 Dez 2018 - 20:24

Stephan S hat geschrieben:
01 Dez 2018 - 14:07
Und bei Gearslutz so: "Ich hör' keinen Unterschied (zu den teuren Clones, aka Original) auf den RoKits im Schlafzimmer- muss geil sein."

Seit jeher gilt bei Insert Effekten:
Wenn man sie in den Signalweg tut sollte das Signal zunächst mal im aktiven Durchlauf nicht wesentlich schlechter werden als es vorher war. Es sei denn, die Verschlechterung ist Absicht. Genau hier unterscheiden sich die Originale von den meisten Clones. Ursprünglich als Werkzeuge zur möglichst unverfälschten Anpassung von Signalen gedacht, sind diese billigen Kopien Alibi und Kompensation (um nicht zu schreiben Plastik- Schwanzverlängerung), gerissen designte und vermarktete Verstümmeler, deren Zielgruppe dorthin manipuliert wurde die kümmerlichen Resultate als gut und wertig zu befinden. Und es ist völlig legitim dieses Zeug zu kaufen und die eigenen Produkte immer undurchsichtiger zu machen wenn's denn so gewünscht ist. Für Dienstleister ist das nix. Genausowenig wie der Akkuschrauber oder die Teflonpfanne aus'm Chinamarkt für 9,90.
Sorry, das ist jetzt aber dann doch genau das typische "was nix kostet ist nix". Gerade Du als jemand der technisch mehr Hintergrund hat, solltest doch auch wissen, dass das der 1176 nun auch keine Raketentechnologie ist und 1800 Euro dafür nicht mehr gerechtfertigt waren. Ich weiß hier echt keinen Grund warum sowas in effektiver Behringer-Massenproduktion nicht deutlich günstiger hergestellt werden soll. Hast Du den Klark denn überhaupt mal selbst gehört, angefasst, angesehen?

Wie und ob das Ding in ein paar Jahren noch sauber funktioniert wird die Zeit zeigen - und btw. ausser den Bedienelementen (wie üblich) ist da nix Plastik - das Ding ist schwer und wirkt solide gebaut. Fühlt sich alles wirklich gut an - also zumindest das Modell für das ich noch 600 Euro bezahlt habe :lol:

Und wo wir gerade dabei sind - ich habe mir auch den 300 Euro Behringer Minimoog beim Musicstore angehört und kann nichts anders sagen, als dass die Techies von Behringer/Midas/Klark/whatever offensichtlich was drauf haben - das Ding klingt wirklich ziemlich gut und nahezu authentisch. Kompromisse macht man da hauptsächlich bei der etwas mickrigen Bedienung aber selbst da sind die kleinen Roland Dinger aber noch mal deutlich schlimmer. Ich würde den großen Minimoog hier trotzdem bevorzugen.

Nicht mißverstehen - am Ende das Tages will mir der ganze Laden übrigens trotzdem irgendwie nicht sympathisch werden, aber rumsnobben muss man deswegen ja auch nicht und mit Alibi/Kompensation/Schwanzverlängerung hat das so gar nichts zu tun.
Zuletzt geändert von wirehead am 01 Dez 2018 - 20:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Klark Clones werden verramscht

Beitrag von wirehead » 01 Dez 2018 - 20:24

Sorry, einmal hätte auch gereicht ;-)
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Stephan S
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Re: Klark Clones werden verramscht

Beitrag von Stephan S » 01 Dez 2018 - 21:22

wirehead hat geschrieben:
01 Dez 2018 - 20:24
Hast Du den Klark denn überhaupt mal selbst gehört, angefasst, angesehen?
Ja. Und ich habe lange Zeit mit einem Urei gearbeitet. Hat wenig miteinander zu tun. Beim Moog sieht's ähnlich aus, wobei ich hier zumindest den Spaßfaktor des kleinen schätze.
Ich empfehle gute Abhörbedingungen. Es ist ähnlich wie mit den billigen Kondensatormikrofonen, der schnelle (einzel)Test auf ungenügenden LS oder per mp3 aus dem Netz mag anderes vorgaukeln, im Mix zeigen sich die Unterschiede aber sehr schnell. Wer eine präzise preiswerte analoge Gesangskompresse braucht (und auch über diesen Bedarf ließe sich ausgiebig diskutieren) ist mE mit einem gebrauchten DBX besser bedient- sieht nur leider nicht so schick aus. Das ist nicht snobby sondern lediglich realistisch.
Eigentlich bin ich es auch leid so etwas hier immer wieder zu bemerken, wollte nur tompisa kurz zustimmen. Bin dann wieder weg- besser isses.
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Re: Klark Clones werden verramscht

Beitrag von wirehead » 01 Dez 2018 - 21:48

Stephan S hat geschrieben:
01 Dez 2018 - 21:22
wirehead hat geschrieben:
01 Dez 2018 - 20:24
Hast Du den Klark denn überhaupt mal selbst gehört, angefasst, angesehen?
Ja. Und ich habe lange Zeit mit einem Urei gearbeitet. Hat wenig miteinander zu tun. Beim Moog sieht's ähnlich aus, wobei ich hier zumindest den Spaßfaktor des kleinen schätze. Ich empfehle gute Abhörbedingungen.
Sorry, wusste nicht, dass nur Du gute Abhörbedingungen hast (clap)
Ich kann Dir da auch irgendwas erzählen und Du müsstest mir das ebenso glauben. Sparen wir uns also die Diskussion - bin zu alt für so'n Scheiß...
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Häschen
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Re: Klark Clones werden verramscht

Beitrag von Häschen » 01 Dez 2018 - 21:52

Stephan S hat geschrieben:
01 Dez 2018 - 14:07
Und bei Gearslutz so: "Ich hör' keinen Unterschied (zu den teuren Clones, aka Original) auf den RoKits im Schlafzimmer- muss geil sein."
Wenn jemand power tripped, dann ließt er was er will. :mrgreen:
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Re: Klark Clones werden verramscht

Beitrag von alexander » 01 Dez 2018 - 22:56

tja, weil wir alle ständig in 24bit arbeiten.

ich meine, dass ein aktuelles 256mbps variable bitrate aac aus dem itunes store so nahe dran ist am original, und vor allem so weitverbreitet, dass mich unterschiede, wenn ich sie im unkomprimierten orginal höre, im aac aber nicht, nur mäßig interessieren (und ja, ich hör den unterschied zwischen diesen formaten schon verlässlich). zudem wird ganz viel musik genau für dieses aac format produziert. wenn der clone also dafür gut genug ist, dann ist der rest ja luxus. viel relevanter wäre für mich da die frage: wie schlägt sich der clone im verhältnis zu einem plugin? ist das dann der bringer?

und nein, mir ist meine signalqualität grundsätzlich nicht wurscht, ich bin schon immer noch der typ, der sich einen millenia zugelegt hat, weil ich halt auch maximal sauber aufnehmen können wollte. ich bin schon immer seeehr für eine richtig gute signalquelle (und ergo inkl. recording-chain). die frage ist halt wie sehr sich der preis für ein "original" tatsächlich auszahlt, wenns jetzt nicht nur software-, sondern sogar hardware-alternativen gibt. die jetzt genau wie gut sind?

daher meine bitte an die kollegen, die jetzt zugeschlagen haben: vergleicht die dinger doch mal mit guten plugin-emulationen. würde mich ernsthaft interessieren hier mal ein paar vergleiche hören zu können.
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Re: Klark Clones werden verramscht

Beitrag von hugoderwolf » 01 Dez 2018 - 23:19

Mich würde eher interessieren, ob die Dinger dann in der Praxis auch tatsächlich genutzt werden, also nach dem ersten Monat.

Ich hab mir mal 'ne Zeit lang schön meine SSLs und 1176er selbst gebaut. Hat super gefunzt und auch nice geklungen. Aber ganz ehrlich, nach zwei Produktionen damit sind sie ungenutzt verstaubt weil der Kompressor in Logic einem letztendlich das gleiche bietet, aber dafür mit massenhaft Instanzen, total recall und noch ein paar mehr Varianten zur Auswahl.

Die Bastelei hat natürlich enorm Spaß gemacht, aber beim Mucke machen geht's für mich am Ende darum, was am schnellsten und einfachsten Resultate liefert (vor Allem weil ich da einklich keine Zeit für hab).
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Re: Klark Clones werden verramscht

Beitrag von wirehead » 02 Dez 2018 - 11:05

hugoderwolf hat geschrieben:
01 Dez 2018 - 23:19
Mich würde eher interessieren, ob die Dinger dann in der Praxis auch tatsächlich genutzt werden, also nach dem ersten Monat.

Ich hab mir mal 'ne Zeit lang schön meine SSLs und 1176er selbst gebaut. Hat super gefunzt und auch nice geklungen. Aber ganz ehrlich, nach zwei Produktionen damit sind sie ungenutzt verstaubt weil der Kompressor in Logic einem letztendlich das gleiche bietet, aber dafür mit massenhaft Instanzen, total recall und noch ein paar mehr Varianten zur Auswahl.

Die Bastelei hat natürlich enorm Spaß gemacht, aber beim Mucke machen geht's für mich am Ende darum, was am schnellsten und einfachsten Resultate liefert (vor Allem weil ich da einklich keine Zeit für hab).
Ich nutze das hauptsächlich beim Aufnehmen - wie bereits geschrieben - hauptsächlich für E-Bass mit einem guten Preamp davor in den Kompressor. Meinen 1176-KT habe ich ja bereits seit März und das Teil ist fast täglich im Einsatz - sei es beim Spielen oder eben dann aufnehmen. Allen Unkenrufen zum Trotz klingt das auch gut. Dafür extra die DAW verlassen würde ich auch nicht aus den von Dir bereits genannten Gründen. Ich probiere auch immer mal wieder wie es ohne klingt, komme aber immer wieder dahin zurück. Zumindest für diese Anwendung ist Hardware für mich die bessere Lösung.
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Re: Klark Clones werden verramscht

Beitrag von Häschen » 02 Dez 2018 - 16:29

Für Sprachaufnahmen und Gesang kann man den 1176 samt Clones als Studiostandard bezeichnen.
Letze Woche war beim Synchron und die hatten da in jedem Studio mindestens einen Warm Audio Clone stehen.
Ich hab noch nie mit dem Original gearbeitet und bei den Tonis nachgefragt, wie sie die Qualität einschätzen.
Der eine meinte das Original klingt halt immer gut, bei jeder Einstellung und zerrt nicht so schnell.
Also hat man bei den Clones, dieser Aussage nach geringere Toleranzen.

Ungefähr so verhält es sich auch mit dem LA-2A. Und was sich für die Stimme bewährt hat, kann für andere Instrumente nicht schlecht sein.

Ob man das nun wirklich braucht sei dahingestellt. Mit 'nem UAD oder Metric Halo interface kann man auch Plugins zur Aufnahme einsetzen.
Gerade beim Metric Halo sind bspw. die Character Einstellungen durchaus interessant bei der Aufnahme. Ein Limiter um mögliche Spitzen abzufangen setz ich immer ein.
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Re: Klark Clones werden verramscht

Beitrag von muki » 02 Dez 2018 - 18:33

@ alexander:
> bitte an die kollegen, die jetzt zugeschlagen haben: vergleicht die dinger doch mal mit guten plugin-emulationen

komm halt vorbei...auf ein kaffeetscherl... :-)
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Re: Klark Clones werden verramscht

Beitrag von alexander » 03 Dez 2018 - 0:07

muki hat geschrieben:
02 Dez 2018 - 18:33
@ alexander:
> bitte an die kollegen, die jetzt zugeschlagen haben: vergleicht die dinger doch mal mit guten plugin-emulationen

komm halt vorbei...auf ein kaffeetscherl... :-)
machen wir. unter der woche abends oder we?
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Re: Klark Clones werden verramscht

Beitrag von muki » 03 Dez 2018 - 1:59

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